Home » Fachbeiträge » Cybersecurity » Risikomanagement im ISMS: Von der lästigen Pflicht zum echten Mehrwert

Risikomanagement im ISMS: Von der lästigen Pflicht zum echten Mehrwert

Viele Sicherheitsverantwortliche haben Schwierigkeiten, ein effektives Risikomanagement in Ihrem Unternehmen umzusetzen, das über die bloße Erfüllung von Compliance-Anforderungen hinausgeht. Oft konzentrieren sie sich lediglich auf die Umsetzung von standardmäßig geforderten Sicherheitsmaßnahmen, anstatt ihre individuellen Risiken konkret und umfassend zu analysieren. Dies ist bedauerlich, da dadurch der erforderliche Aufwand für die Risikoanalyse oft nur für den "Zettel an der Wand" betrieben wird und viele potenzielle Mehrwerte ungenutzt bleiben.

3 Min. Lesezeit
TTS Risikomanagement im ISMS

Advertorial

Ein Risikomanagement mit Mehrwert zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die individuelle Risikosituation des Unternehmens aktiv untersucht und tagesaktuell gemanagt wird. Das Ziel besteht darin, eine möglichst umfassende Transparenz über die individuellen Risiken zu erlangen und somit eine optimale Grundlage für Investitionsentscheidungen zu schaffen. Das Risikomanagement leistet damit einen wichtigen Beitrag dazu, die richtigen Entscheidungen zur Erreichung der Unternehmensziele zu treffen, Chancen zu nutzen und inakzeptable Risiken zu vermeiden. Es bildet auch den Grundstein für eine maßgeschneiderte Sicherheitsstrategie, die wirklich zum Unternehmen passt. Darüber hinaus ermöglicht die Transparenz über die individuelle Risikosituation eine kurzfristige Reaktion auf Bedrohungsänderungen und eine effektive Unterstützung bei notwendigen Veränderungen im Unternehmen, bspw. aufgrund des digitalen Wandels.

Eine Voraussetzung für ein werthaltiges Risikomanagement ist eine solide Informationsbasis. Unternehmen benötigen ein umfassendes Modell ihrer Informationsverarbeitung, um darin Risiken effektiv analysieren und bewerten zu können sowie eine möglichst vollständige Betrachtung zu erreichen. Das unstrukturierte Erfassen von Einzelrisiken, an die zufällig jemand denkt, führt in der Regel nicht zum gewünschten Ergebnis. Darüber hinaus schafft das Modell Transparenz über den aktuellen Zustand der Informationsverarbeitung und unterstützt Optimierungsentscheidungen sowie die Identifizierung lohnender Digitalisierungsprojekte. Nicht zuletzt profitieren auch Cyber-Defense-Aktivitäten von dieser Transparenz, da strategisch wichtige Punkte im Sicherheitssetup identifiziert werden können, die beispielsweise überwacht werden sollten. Somit kann ein klarer Vorteil für den Verteidiger bei Angriffen geschaffen werden kann.

Im gesamten Unternehmen sollten einheitlich und standardisiert Risiken analysiert werden, um abteilungsübergreifend qualitativ hochwertige und konsistente Risikobewertungen zu sammeln und Synergien bei der Risikobehandlung zu erzielen. Eine zentrale Sicherheitsabteilung kann durch die Verwendung der gleichen Terminologie und des gleichen Detaillierungsgrads Risikocluster und strukturelle Risiken im Unternehmen identifizieren, die für einzelne Abteilungen möglicherweise nicht erkennbar sind. Gleichzeitig muss die Risikomethodik flexibel genug sein, um individuelle Anforderungen und Maßnahmenkataloge für verschiedene Bereiche des Unternehmens zu berücksichtigen.

Um einen wirklichen Mehrwert zu erzielen, muss das Risikomanagement aber zwingend im alltäglichen Betrieb verankert sein. Insbesondere, um stets über die aktuelle Risikosituation Auskunft geben zu können. Eine Risikoanalyse, die ein halbes Jahr alt ist, hilft nicht in einer aktuell erhöhten Risikosituation, in der schnell die richtigen Entscheidungen getroffen werden müssen oder wenn Ressourcenengpässe bewältigt werden müssen. Da es nie möglich ist, alle Baustellen zu beheben, ist es hier entscheidend, die vorhandenen Ressourcen richtig zu priorisieren, um die bestmögliche Sicherheit zu erreichen.

Darüber hinaus sollten alle Entwicklungsprojekte konsequent in das Risikomanagement integriert werden. Angreifer interessiert es nicht, ob das erfolgreich angegriffene System nur ein Proof-of-Concept oder ein Testsystem ist. Nur ein ganzheitliches Risikomanagement, welches das vollständige Unternehmen und auch die Weiterentwicklung in Projekten im Blick hat, liefert ein vollständiges Bild der individuellen Risikosituation.

Es ist somit klar, dass ein durchdachtes Risikomanagement zahlreiche Mehrwerte bietet und das Unternehmen in verschiedenen Bereichen unterstützt. Obwohl damit auch Aufwand verbunden ist, ermöglicht es fundierte Entscheidungen auf einer soliden Wissensbasis und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen des Gesetzgebers. Das Risikomanagement wandelt sich somit von einer lästigen Pflichtaufgabe zu einem echten Mehrwert für das Unternehmen.

Interessieren Sie sich für dieses Thema? Wünschen Sie sich auch ein effizient steuerbares ISMS mit einem Risikomanagement, das echte Mehrwerte für Ihr Unternehmen schafft? Möchten Sie mehr darüber erfahren?

Dann schauen Sie sich gerne unser aufgezeichnetes Webinar „Risikomanagement im ISMS – Von der lästigen Pflicht zum echten Mehrwert“ an, in dem wir die Thematik noch einmal ausführlich darstellen und erläutern: https://www.tts-trax.com/webinar-risikomanagement-im-isms/. Gerne können Sie uns auch direkt per E-Mail kontaktieren unter info@tts-security.com, um ein Gespräch über Ihre individuelle Situation zu führen.

Andere interessante Fachbeiträge

Cloud

Luftig leicht: sichere E-Mail-Kommunikation und Komfort in der Cloud

SEPPmail, seit über 20 Jahren ein vertrauenswürdiger Name in der E-Mail-Security-Branche, bietet mit seiner innovativen Cloud-Lösung eine kompromisslose Sicherheitslösung für die E-Mail-Kommunikation.

TTS Risikomanagement im ISMS

Risikomanagement im ISMS: Von der lästigen Pflicht zum echten Mehrwert

Viele Sicherheitsverantwortliche haben Schwierigkeiten, ein effektives Risikomanagement in Ihrem Unternehmen umzusetzen, das über die bloße Erfüllung von Compliance-Anforderungen hinausgeht. Oft konzentrieren sie sich lediglich auf die Umsetzung von standardmäßig geforderten Sicherheitsmaßnahmen, anstatt ihre individuellen Risiken konkret und umfassend zu analysieren. Dies ist bedauerlich, da dadurch der erforderliche Aufwand für die Risikoanalyse oft nur für den "Zettel an der Wand" betrieben wird und viele potenzielle Mehrwerte ungenutzt bleiben.

PGM1 Anwendung

Einfallstor Glas – Einbruch im Wandel

Noch vor zehn Jahren waren Glasbruchmelder ein absolutes Muss in jedem durchdachten Sicherheitskonzept. Erstaunlicherweise neigen heute viele dazu, auf sie zu verzichten - eine Entscheidung, die auf falschen Annahmen beruht. Glasbruchmelder sind nach wie vor unverzichtbar und sollten als integraler Bestandteil einer umfassenden Sicherheitsarchitektur betrachtet werden.