Home » News » 5 Tipps zur Verbesserung der Reaktionszeit auf einen Cyberangriff

5 Tipps zur Verbesserung der Reaktionszeit auf einen Cyberangriff

Die meisten Unternehmen fühlen sich in Bezug auf ihre Cybersecurity gut gerüstet. Allerdings zeigt sich ein geringeres Selbstvertrauen, wenn es um die Reaktionszeit im Falle eines realen Angriffs geht. Laut den Zwischenergebnissen des Digitalisierungs-Checks von GULP fühlen sich 58 Prozent der Befragten gut und 18 Prozent sogar sehr gut abgesichert. Doch wenn es um die Reaktionsfähigkeit im Angriffsfall geht, sehen sich nur noch 7 Prozent als sehr gut vorbereitet und 38 Prozent als gut vorbereitet an.

1 Min. Lesezeit
Cybersecurity
Foto: ©AdobeStock/Viz

Bei einem Cyberangriff sind die ersten Stunden entscheidend für eine effektive Reaktion. Es gibt fünf wichtige Punkte, um die Reaktionszeit auf solche Angriffe zu verbessern:

Die richtige Unternehmenskultur: Die größte Sicherheitslücke sitzt oft vor dem Bildschirm – die Mitarbeitenden. Phishing-Versuche sind heutzutage sehr verbreitet. Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter für dieses Thema sensibilisieren und eine offene Fehlerkultur fördern. Das bedeutet, dass Vorfälle gemeldet und offen besprochen werden sollten.

Vorfallreaktionsplan: Unternehmen sollten einen Plan haben, der alle kritischen Systeme abdeckt und die Verantwortlichkeiten sowie die Vorgehensweise im Falle eines Angriffs klar definiert. Dies reicht von der Analyse und Klassifizierung des Angriffs über die Isolierung von betroffenen Systemen bis zur Benachrichtigungspflicht. Eine klare Definition dieser Schritte spart wertvolle Zeit.

Prävention als erster Schritt: Ein effizientes IT-Service-Management ist entscheidend für schnelle Reaktionen. Dazu gehört eine genaue Aufzeichnung aller Systeme, Geräte und Software, um im Ernstfall die Gefahr bewerten zu können. Patch-Management, Berechtigungsmanagement und Incident-Reports sind ebenfalls wichtig, um Angriffen vorzubeugen und daraus zu lernen.

Technologische Unterstützung: Technologien wie Intrusion Detection Systems (IDS), Intrusion Prevention Systems (IPS), Security Information and Event Management (SIEM) und Endpoint Detection and Response (EDR) werden oft genutzt, aber ineffizient betrieben. Eine gute Grundlage im IT-Service-Management ist notwendig, damit diese Systeme ihr volles Potenzial entfalten können.

Externe Unterstützung: Im Falle eines Cyberangriffs zögern viele Unternehmen, externe Hilfe anzufordern. Dies ist jedoch entscheidend, um das Schadenspotenzial zu minimieren. Externe Spezialisten können rational handeln und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um Schäden zu reduzieren, ohne von den emotionalen Aspekten des Vorfalls beeinflusst zu sein.

Die Verbesserung der Reaktionszeit auf Cyberangriffe erfordert eine Kombination aus Schulungen, klaren Plänen, präventiven Maßnahmen, effizienter Technologie und der Bereitschaft, externe Experten hinzuzuziehen.

Andere interessante News

Digitale Materialentwicklung

Europas Werkstoffdaten werden zur Sicherheitsfrage

Mit MaterialsCommons entsteht eine europäische Digitalinfrastruktur für die Werkstoffforschung. Das Projekt soll Innovationen beschleunigen, aber auch Europas Kontrolle über strate...

Predator-Drohne, 3D artwork

Drohnenallianz soll Europas Verteidigung stärken

Skyeton und ONBERG wollen in Deutschland eine industrielle Plattform für autonome Verteidigungssysteme aufbauen. Die Kooperation verbindet ukrainische Einsatzerfahrung, deutsche Fe...

Geschäftsmann nutzt digitales Tablet mit digitalem Vorhängeschloss zum Datenschutz

Datenschutz als Grundpfeiler für die Selbstbehauptung Europas

Datenschutzbeauftragte sind heute weit mehr als reine Kontrollinstanzen. Auf dem 5. Datenschutztag Rhein-Main-Saar wurde deutlich: Sie können Unternehmen und Behörden helfen, digit...