Home » News » BSI-Befragung: IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 kommt gut an

BSI-Befragung: IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 kommt gut an

In einer kollaborativen Initiative zwischen dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und einem spezialisierten Dienstleister für Markt- und Meinungsforschung wurde im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) eine umfassende Erhebung bei Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung war die Bewertung der Effektivität der gesetzlichen Maßnahmen gemäß dem IT-Sicherheitsgesetz.

1 Min. Lesezeit
Würfel_Paragraph_Tastatur
Foto: ©AdobeStock/maikbestphoto

Im Zeitraum vom 21. Februar 2023 bis zum 10. März 2023 nahmen Betreiber Kritischer Infrastruktur aktiv an der Online-Befragung zur Evaluierung des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 teil. Die beeindruckende Beteiligungsrate von über 45 Prozent unterstreicht die hohe Relevanz, die dem Thema IT-Sicherheit und den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben beigemessen wird.

Ein zentrales Ergebnis der Befragung ist die hohe Akzeptanz des BSI-Gesetzes bei den Betreibern Kritischer Infrastrukturen. Neun von zehn Betreibern halten die Maßnahmen für sinnvoll, während drei Viertel einen positiven Einfluss auf die IT-Sicherheit in ihren Unternehmen bestätigen. Die Umfrage verdeutlicht auch, dass das Thema Informationssicherheit im Kontext der Digitalisierung für nahezu alle Betreiber von Anfang an eine zentrale Rolle spielt.

Weitere Ergebnisse der Untersuchung zeigen beispielsweise, dass technische Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere VPN und Zugangskontrollen, von den meisten Unternehmen bereits weitgehend implementiert sind. Kleinere Lücken bestehen noch bei der Umsetzung von Client-Isolation, DDoS-Mitigation und sicherer Software-Entwicklung. Hierbei zeigen sich Großunternehmen im Allgemeinen fortschrittlicher als kleine und mittlere Unternehmen.

In Bezug auf organisatorische Sicherheitsmaßnahmen besteht laut der Befragung noch Aufholbedarf. Während die Aufrechterhaltung des Informationsstandes und Mitarbeitersensibilisierung weit verbreitet sind, gibt es noch Defizite bei der Einführung von Security Operations und sicherer Dokumentenerstellung.

Besonders hervorzuheben ist, dass Energie- und Telekommunikationsunternehmen (EnWG/TKG-Betreiber) in der Umsetzung technischer Maßnahmen einen leichten und bei organisatorischen Maßnahmen einen deutlichen Vorsprung gegenüber anderen KRITIS-Unternehmen haben.

Andere interessante News

Eine Person demonstriert digitale Sicherheit mit einer Handgeste, indem sie in einem technologieorientierten Umfeld ein Schlosssymbol auf einem Schild zeigt.

DIN SPEC 14027 hebt Corporate Security auf ein neues Niveau

Physische Sicherheit endet nicht am Werkstor. Die Norm DIN SPEC 14027 macht sie zum strategischen Resilienzfaktor: mit klaren Anforderungen, messbaren Schutzstufen und einem stärke...

Cloud Computing und Network Security Konzept

BSI schafft Kriterien für selbstbestimmte Cloud-Nutzung

Deutschland und Europa geraten digital immer stärker unter Druck. Mit den C3A legt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nun Kriterien vor, die Cloud-Souver...

Ingenieur im Kontrollraum

Modbus im Fadenkreuz: Risiko für Kritische Infrastrukturen

Angreifer sondieren weltweit industrielle Steuercomputer, die über Modbus erreichbar sind. Cato Networks zählte 14.426 attackierte IP-Adressen in 70 Ländern. Deutschland gehört zu ...