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Einbruch: Wie sich Täterverhalten ändert

Vor gerade einmal einem Jahrzehnt waren Glasbruchmelder das Nonplusultra in jedem durchdachten Sicherheitskonzept. Erstaunlicherweise neigen viele heute dazu, auf sie zu verzichten – eine Entscheidung, die auf falschen Annahmen beruht. Tatsächlich sind Glasbruchmelder weiterhin von essentieller Bedeutung und sollten als fester Bestandteil einer umfassenden Sicherheitsarchitektur betrachtet werden.

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Glasstür eingeschlagen
Foto: ©AdobeStock/Tatiana

Sascha Puppel, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Sicherheitstechnik und Vorstandsmitglied im Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. (BHE), warnt davor, Glasbruchmelder in Sicherheitskonzepten zu vernachlässigen. Die oft falsche Annahme, Einbrecher verzichteten heutzutage auf das Zerschlagen von Glas, sei durch die Statistik nicht zu belegen. Vielmehr hätten sich die Methoden der Täter erweitert, was eine Anpassung von Sicherheitskonzepten erfordere.

Der Sicherheitsexperte hebt die entscheidende Rolle mechanischer Sicherungen hervor, die als Basis für solide Sicherungskonzepte dienen. Elektronische Sicherungen bieten einen zusätzlichen Schutz, und angesichts vergangener Aufhebelmethoden erfolgt eine verstärkte Umrüstung von (Schau-)Fenstern und Terrassentüren. Puppel empfiehlt die Installation von Pilzkopfzapfen, abschließbaren Fenstergriffen und Aufschraubsicherungen als effektive Maßnahmen.

Hinsichtlich neuer Einbruchsmethoden, wie dem Durchstechen der Glasdichtung, rät Puppel zu elektronischen Sicherungen. Hierbei hebt er die Bedeutung von Glasbruchmeldern hervor, die als elektronische Sensoren frühzeitig auf Gefahren hinweisen können. Die Analyse unterschiedlicher Glasbruchmeldertypen, darunter aktive, passive und akustische Modelle, zeigt jeweilige Vor- und Nachteile sowie Anwendungsbereiche auf.

Aktive Glasbruchmelder übertragen Ultraschallsignale über das Glas und sind besonders für Verbundgläser geeignet. Passive Glasbruchmelder reagieren auf die Schallwellen, die bei einem Glasbruch entstehen, und sind für Einscheibengläser wie Float bzw. ESG geeignet. Akustische Glasbruchmelder nutzen Mikrofone, um die Schallwellen von Glasbruch zu erfassen und eignen sich besonders für Türen und Fenster mit mehreren Glasscheiben nebeneinander.

Puppel fasst zusammen, dass Glasbruchmelder in eine umfassende Sicherheitsarchitektur integriert werden sollten. Der aktive Glasbruchmelder erreicht dabei höchste Sicherheit und Selbstüberwachung, was durch die VdS-C Klasse-Zertifizierung belegt wird. Die Verlässlichkeit und frühzeitige Alarmierung machen Glasbruchmelder zu einem unverzichtbaren Element in der Risikominimierung und dem Schutz von Menschen, Vermögenswerten und sensiblen Informationen.

Quelle: Schmeissner GmbH Sicherheits- und Kommunikationstechnik

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