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Gesichtsscans: Die Zukunft der Flugreise ohne lästige Warteschlangen

Das Reisen per Flugzeug kann sich für Passagiere oft zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit entwickeln. Sie hasten an Flughäfen von einer Schlange zur nächsten, um sich immer wieder aufs Neue zu identifizieren, bevor sie endlich ins Flugzeug einsteigen dürfen. Dabei ginge es so viel einfacher. HID erklärt, wie eine automatisierte Fluggastkontrolle auf Basis biometrischer Identitätsverifizierung Prozesse beschleunigt.

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Flughafen Warteschlange
Foto: ©AdobeStock/Hanoi Photography

Lange Schlangen an Check-in-Schaltern und Sicherheitskontrollen sorgen für ungeduldige Reisende, die sehnsüchtig auf ihren Flug warten. Weltweit sind die Fluggastzahlen fast wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie, aber das Flughafenpersonal wurde nicht in dem Maße aufgestockt, um den Anstieg zu bewältigen. Das führt zu zahlreichen Personenkontrollen, um sicherzustellen, dass die Reisenden tatsächlich die sind, die sie vorgeben zu sein.

In dieser Situation bietet die automatisierte Identitätsprüfung auf Basis biografischer und biometrischer Daten eine Lösung. Der Technologieanbieter HID zeigt in fünf Schritten auf, wie diese innovative Methode den Prozess beschleunigt und das Erlebnis der Fluggäste verbessert.

1. Entlastung des Personals durch Self-Service-Optionen für Passagiere

Um die überforderten Abfertigungsmethoden zu entlasten, sollten Passagiere die Möglichkeit haben, so viele Schritte wie möglich selbstständig zu erledigen. Ein idealer Beginn der Reise wäre ein mobiler Check-in von zu Hause aus, bei dem sich der Fluggast einmalig identifiziert. Anschließend könnten Reisende alle Kontrollpunkte am Flughafen passieren – von der Gepäckaufgabe über die Sicherheitskontrolle bis hin zum Boarding – ohne mehrfach ihre Bordkarte oder den Reisepass vorzeigen zu müssen.

2. Etablierung vertrauenswürdiger digitaler Ausweise

Eine reibungslose Reise erfordert eine starke und sichere Passagieridentität. Fluggäste könnten zu Beginn ihrer Reise einen vertrauenswürdigen digitalen Ausweis erstellen, indem sie ein Selfie mit ihrem Mobiltelefon aufnehmen und ein Foto ihres offiziellen Ausweisdokuments, wie dem Reisepass, hochladen. Die Kombination biometrischer und biografischer Daten ergibt dann einen hochgradig vertrauenswürdigen digitalen Ausweis, der zukünftige Gesichtsscans an allen Kontrollpunkten der Reise ermöglicht. Passagiere müssten während ihres Aufenthalts am Flughafen nicht mehr ihren Pass oder ihre Bordkarte vorzeigen. Durch einen einfachen Gesichtsscan könnten sie sich schneller und sicherer bewegen, da der manuelle Datenabgleich entfällt.

3. Den Plattformgedanken durch Module ersetzen

Die starren Strukturen der plattformbasierten IT-Lösungen im Luftverkehr sind für die Automatisierung der Identitätsprüfung ungeeignet. Flughäfen benötigen flexible und modulare Lösungen, die kostengünstig an verschiedene Bedürfnisse angepasst werden können. Betreiber können ihre digitale Transformation Schritt für Schritt umsetzen und dort beginnen, wo die größten Verzögerungen auftreten. Automatisierte Dokumentenscanner als Self-Service könnten lange Warteschlangen bei der Zollabfertigung auflösen, während biometrische Bezahloptionen eine effiziente Lösung für überfüllte Einzelhandelsbereiche darstellen.

4. Modernisierung der Identitätsprüfung der Reisenden

Die technologische Ausstattung am Flughafen ist entscheidend für eine sichere Vertrauenskette. Passagiere, die ihren digitalen Ausweis erstellt haben, können nahtlos reisen, wenn verschiedene Komponenten zuverlässig zusammenarbeiten. ID-Verifikations-Server validieren die Reisepässe und gleichen sie mit den hinterlegten Selfies ab, um digitale ID-Tokens zu erstellen. Moderne Gesichtserkennungskameras an allen Passagier-Touchpoints ermöglichen eine vollständige Datenverarbeitung und Abgleich vor Ort oder in der Cloud. Die neue digitale Identitätsprüfung sollte nahtlos in bestehende Anwendungen integriert werden, um Buchungen, Check-ins und andere mobile Verfahren zu verbessern. Ergänzt durch Lesegeräte für Ausweisdokumente und Bordkarten können Fälschungen erkannt werden. Die Implementierung sollte an spezialisierte Dienstleister übertragen werden, die strenge Datenschutzrichtlinien umsetzen und die Technologie auf dem neuesten Stand halten.

5. Augenmerk auf Datenschutz legen

Digitale Ausweise enthalten sensible Daten, daher ist ein transparenter Umgang mit ihnen unerlässlich, um eventuelle Bedenken gegenüber dem Einsatz von Gesichtsscannern abzubauen. Fluggäste müssen darüber informiert werden, wann und warum ihre biometrischen Daten erfasst und abgeglichen werden. Die automatische Löschung der Daten, wenn sie nicht mehr benötigt werden, ist ebenso wichtig.

Vito Fabbrizio, Managing Director Biometrics für Extended Access Technologies bei HID, betont die hohe Nachfrage nach einer schnellen und reibungslosen Abfertigung sowohl bei Passagieren als auch bei Flughafenbetreibern. Eine Umfrage unter Fluggästen hat ergeben, dass sich 75 Prozent eine nahtlose Erfahrung mit biometrischen Kontrollpunkten wünschen. Die Automatisierung der Sicherheitsprozesse ist die vielversprechende Zukunft von Flugreisen, da sie die perfekte Balance zwischen Sicherheit und Komfort bietet.

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Foto: HID

Ein Gesichtsscan an typischen Kontrollpunkten wie Check-in oder Boarding gleicht die biometrischen Daten des Passagiers mit seinem hinterlegten digitalen Ausweis ab. Diese Überprüfung ist genauso vertrauenswürdig wie eine herkömmliche Ausweiskontrolle, aber viel bequemer und nahtloser, weil der Fluggast keine Bordkarte und Ausweisdokument mehr vorlegen muss.

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