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Im Notfall zählt jede Sekunde: TÜV Rheinland startet Pilotprojekt

Die Telefonnummern 110 und 112 werden täglich von Tausenden Menschen gewählt, um den Rettungsdienst, die Feuerwehr oder die Polizei zu alarmieren. Aber was passiert, wenn man im Ernstfall nicht telefonieren kann? Wenn beispielsweise ein medizinischer Notfall eine Kommunikation unmöglich macht?

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Roter Telefonhörer
Foto: ©AdobeStock/AA+W

Angesichts der Tatsache, dass jede Sekunde im Notfall zählt, haben sich Notfallmeldesysteme bereits in Behörden, Krankenhäusern und Schulen etabliert, um schnelle Reaktionen und effektive Sicherheitsmaßnahmen zu ermöglichen. Die TÜV Rheinland Akademie testet nun im Rahmen eines Pilotprojekts ein spezielles Notfallsystem.

Die Sicherheit hat bei der TÜV Rheinland Akademie höchste Priorität. Dazu gehört auch das regelmäßige Training der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für spezifische Notfallsituationen, da Unfälle und Verletzungen nie vollständig ausgeschlossen werden können. Zudem werden die technischen Möglichkeiten kontinuierlich überprüft und den digitalen Standards angepasst. „Unser Ziel ist es, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Teilnehmenden das bestmögliche Sicherheitsumfeld zu schaffen. Aus diesem Grund passen wir unser Sicherheitskonzept den digitalen Standards entsprechend an“, erklärt Eiko Lehmpuhl, Bereichsleiter Business Development, Arbeitsmarktdienstleistungen bei der TÜV Rheinland Akademie.

Innovation in der Sicherheit: Pilotprojekt startet in Berlin-Marzahn

Für das Pilotprojekt am Standort Berlin-Marzahn hat sich die TÜV Rheinland Akademie für das Notfallmeldesystem der InstantHelp GmbH entschieden. „Das speziell für die TÜV Rheinland Akademie entwickelte Notfallmeldesystem kann in verschiedenen Situationen eingesetzt werden. Es kombiniert moderne IoT-Technologie mit unserem bewährten Notrufnetzwerk. Wir freuen uns, mit diesem System zu mehr Sicherheit beizutragen“, sagt Moritz Naatz, Geschäftsführer der InstantHelp GmbH. Das System zeichnet sich dadurch aus, dass es unabhängig von Stromanschluss und WLAN funktioniert und daher keine Verkabelung oder feste Installation erfordert. Die IoT-Technologie gewährleistet zudem eine zuverlässige Verbindung, selbst bei schlechtem Funkempfang. Darüber hinaus ermöglichen mobile Tasten und die Desktop-App eine einfache und effiziente Auslösung. Laut InstantHelp ermöglichen ihre Notruflösungen eine Zeitersparnis von mehreren Minuten im Vergleich zu herkömmlichen Systemen, da sie automatisch an offizielle Leitstellen übermittelt werden.

„Die Einführung eines neuen Notfallmeldesystems ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitssicherheit an unseren Standorten. Es ermöglicht uns, schneller auf Notfälle zu reagieren und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Besucher und Teilnehmenden zu schützen“, betont Manfred Moers, HSE-Experte bei der TÜV Rheinland Akademie.

Der Standort Berlin-Marzahn wurde aufgrund seiner besonderen Bedingungen für das Pilotprojekt ausgewählt. Die Werkstätten, Schulungsräume und die Verwaltung befinden sich nicht in einem Gebäudekomplex, sondern sind über das gesamte Gelände verteilt. Diese anspruchsvolle Situation bietet den idealen Rahmen, um das InstantHelp-Notfallmeldesystem in verschiedenen Szenarien gründlich zu testen.

Effizientes Handhaben von Notsituationen

Ein weiterer Vorteil des Notfallsystems besteht darin, dass die einzelnen Meldeinstanzen und Szenarien individuell angepasst werden können. Mit nur einem Klick kann ein Notfall gemeldet werden, was eine individuelle Meldereihenfolge auslöst. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Notruf über den tragbaren Alarmknopf oder die Desktop-App abgesetzt wird. „Nach der Auslösung werden vordefinierte Kontaktgruppen per SMS, Anruf oder E-Mail alarmiert. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine direkte Verbindung zu den offiziellen Leitstellen des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei herzustellen“, erklärt Sylke Suhr, Leiterin der Niederlassung Berlin Mitte-Ost bei der TÜV Rheinland Akademie.

Das Pilotprojekt läuft über einen Zeitraum von zwölf Monaten. In dieser Zeit wird das Notfallmeldesystem getestet und entsprechend den individuellen Anforderungen angepasst. Dadurch soll sichergestellt werden, dass es den Anforderungen und Erwartungen gerecht wird.

 

Foto: TÜV Rheinland

Innovation in der Sicherheit: Notfallmeldesystem an Unternehmensstandorten der TÜV Rheinland Akademie – Pilotprojekt startet in Berlin-Marzahn

 

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