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Proofpoint Report: : KI als neue Gefahr identifiziert

Proofpoint hat seinen zweiten jährlichen Bericht "Cybersecurity: The Board Perspective" veröffentlicht. Dieser Bericht zeigt, dass in Deutschland das Bewusstsein für Cybersicherheitsrisiken eher gering ist, ebenso wie die Bereitschaft zur Investition in Cybersicherheit. Zudem besteht oft Uneinigkeit zwischen Vorständen und ihren CISOs.

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Foto: ©AdobeStock/Shuo

Laut dem aktuellen Proofpoint-Bericht „Cybersecurity: The Board Perspective“ sind fast drei Viertel der deutschen Unternehmensleitungen (73 Prozent) besorgt über die Möglichkeit schwerwiegender Cyberangriffe auf ihre Organisationen, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt. Zusätzlich glauben 55 Prozent der Befragten, dass ihre Organisationen nicht ausreichend auf gezielte Cyberangriffe vorbereitet sind. Diese Ergebnisse spiegeln die anhaltende Unsicherheit in der Bedrohungslandschaft wider, die durch geopolitische Spannungen und zunehmende Ransomware- und Lieferkettenangriffe geprägt ist.

Interessanterweise betrachten 61 Prozent der deutschen Vorstandsmitglieder die Verwendung von KI-Tools für kriminelle Zwecke, wie beispielsweise ChatGPT, als Sicherheitsrisiko für ihre Unternehmen. Dies ist der höchste Wert unter allen europäischen Ländern.

Obwohl die Mehrheit der deutschen Vorstandsmitglieder Cybersicherheit als Priorität ansieht (59 Prozent) und glaubt, die Cyberrisiken zu verstehen (57 Prozent), sowie angemessene Investitionen in Cybersicherheit (63 Prozent) plant, zeigt der internationale Vergleich, dass sie in Bezug auf Risikobewusstsein und Investitionsbereitschaft hinter ihren internationalen Kollegen zurückliegen.

Ein weiterer interessanter Aspekt des Berichts ist die Diskrepanz zwischen Vorstandsmitgliedern und CISOs in Deutschland. Während Vorstandsmitglieder bestimmte Bedrohungen, wie die Kompromittierung von Cloud-Konten, Insider-Bedrohungen und Malware, als am relevantesten für ihr Unternehmen erachten, haben CISOs andere Sorgen, darunter E-Mail-Betrug, DDoS-Angriffe und Smishing/Vishing.

Der Bericht betont die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen Vorstandsmitgliedern und CISOs sowie einer stärkeren Fokussierung auf Informationen zu Bedrohungen, Cybersicherheits-Expertise im Vorstand und verbesserte technische Kontrollen. Trotz steigender Budgets für Cybersicherheit sind viele deutsche Unternehmen immer noch der Meinung, nicht ausreichend auf kommende Cyberangriffe vorbereitet zu sein. Die Beziehungen zwischen Vorstand und CISO sollten gestärkt werden, um relevantere Gespräche zu führen und die richtigen Prioritäten zu setzen.

Der neueste Report von Proofpoint kann hier heruntergeladen werden.

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