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Schengener Informationssystem (SIS) spürbar verbessert

Im letzten Jahr gab es im Schengener Informationssystem (SIS) insgesamt 12,8 Millionen deutsche Fahndungen. Davon führten 156.550 Fahndungen zu Treffern. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der Fahndungstreffer mit Deutschlandbezug von 22 auf 67 Prozent. Die seit März 2023 eingeführten Erweiterungen des SIS ermöglichen neue Fahndungskategorien und erweiterte Zugriffsberechtigungen.

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Schengen
Foto: ©AdobeStock/LUC KOHNEN

Das Schengener Informationssystem (SIS) ist ein entscheidendes Instrument für die Sicherheit in der Europäischen Union. Im vergangenen Jahr wurden darin insgesamt 89,1 Millionen Sachfahndungen und 1,4 Millionen Personenfahndungen gespeichert. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Sachfahndungen um 4,2 Prozent und die Personenfahndungen sogar um 38,3 Prozent an.

Deutschland ist stark in die Nutzung des SIS involviert. Es wird durchschnittlich 82.000-mal pro Stunde abgefragt und erzeugt täglich über 425 Fahndungstreffer mit Deutschlandbezug. Das führt unter anderem zu zwölf Festnahmen, 17 Sicherstellungen von Fahrzeugen und 17 gelösten Vermisstenfällen pro Tag.

Die gestiegenen Fallzahlen sind auf die seit März 2023 eingeführten Erweiterungen des SIS zurückzuführen. Diese beinhalten neue Fahndungskategorien wie die „Rückkehrentscheidung gegenüber Drittstaatangehörigen“ für Personenfahndungen und die Kategorie „Gegenstand der Informationstechnologie“ für Sachfahndungen. Über 1.000 zusätzliche Behörden in Deutschland haben jetzt Zugriff auf das SIS, darunter Ausländerbehörden, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und Auslandsvertretungen. Zudem ist Zypern als 31. Mitgliedstaat dem SIS-Verbund beigetreten.

Um die Effizienz des SIS sicherzustellen, hat jeder Mitgliedstaat eine nationale Zentralstelle. In Deutschland sind dies die fachliche SIRENE (Supplementary Information Request at the National Entry) und die technische N.SIS-Stelle (Nationale SIS-Stelle), beide ansässig im Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Die SIRENE ist für den Nachrichtenaustausch in Zusammenhang mit SIS-Fahndungen zuständig und hat einen erheblichen Anteil am gesamten Nachrichtenaufkommen in den Schengen-Mitgliedstaaten. Die N.SIS-Stelle gewährleistet den reibungslosen technischen Betrieb im nationalen und internationalen Verbund.

Hier gibt es weiterführende Informationen sowie einen Überblick aller Neuerungen.

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