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Siemens bringt neue Netzüberwachungsrelais SIRIUS 3UG5

Mit der Einführung der neuen Generation der SIRIUS 3UG5 Netzüberwachungsrelais hebt Siemens die Netzüberwachung auf ein höheres Niveau. Diese innovativen Relais vereinen bewährte Technik mit neuen Funktionen und eröffnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie bieten die einfachste Methode, um eine normenkonforme Netzstabilität und -qualität zu überwachen, was den störungsfreien Betrieb von Anlagen und die Langlebigkeit von Komponenten wie Motoren oder Kompressoren sicherstellt.

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Netzüberwachung
Foto: ©AdobeStock/Prashant ZI

Besonders in kritischen Bereichen wie Krankenhäusern oder der Prozessindustrie, wo eine zuverlässige Stromversorgung unerlässlich ist, kommen diese Netzüberwachungsrelais zum Einsatz. Auch in Bereichen wie Kränen, Aufzügen, Luft- und Klimakompressoren sowie der Holzindustrie finden sie Anwendung.

Die neuen SIRIUS 3UG5 Netzüberwachungsrelais bieten maximalen Schutz für ortsveränderliche Maschinen und Anlagen oder in instabilen Netzwerken. Sie ermöglichen eine frühzeitige Erkennung und Meldung von Netz- und Spannungsfehlern, bevor größere Schäden entstehen können. Sogar schleichende Veränderungen, die auf Wartungsbedarf hindeuten, werden erfasst. Die einstellbaren Verzögerungszeiten erlauben eine flexible Reaktion auf kurzfristige Störungen wie Spannungseinbrüche oder Lastwechsel. Dadurch werden unnötige Alarmierungen und Abschaltungen vermieden und gleichzeitig die Verfügbarkeit der Anlagen erhöht. Die Relais überwachen je nach Ausführung Phasenfolge, Phasenausfall mit und ohne N-Leiter-Überwachung, Frequenz, Phasenasymmetrie sowie Unter- oder Überspannung. Mit dem 3UG5618 Relais ist sogar eine automatische Korrektur der Drehrichtung möglich.

Die neue SIRIUS 3UG5 Reihe deckt einen deutlich größeren Frequenzbereich von 15 bis 70 Hertz (Hz) ab, was weltweite Anwendungen ermöglicht (z.B. Europa mit 50 Hz und USA mit 60 Hz). Auch der Einsatz in instabilen Netzen ist dank vorgegebener zu überwachender Frequenzen möglich. Selbst hinter Frequenzumrichtern können die Geräte verwendet werden. Die Überwachung von Bahnnetzen mit 16 2/3 Hz Frequenz ist nun ebenfalls möglich.

Die Kommunikation erfolgt über den offenen Standard IO-Link, wodurch Messwerte und Trends in der Steuerung oder in übergeordneten Systemen übertragen und ausgewertet werden können. Die Parametrierung der IO-Link-Geräte ist einfach über das TIA-Portal an einem PC möglich. Durch die Sicherung der Parameter werden ausgetauschte Geräte automatisch parametriert.

Die SIRIUS 3UG5 Netzüberwachungsrelais sind nach funktionaler Sicherheit gemäß den Standards SIL 1 (IEC 62061) und PL c (EN ISO 13849-1) zertifiziert und für ein breites Applikationsspektrum geeignet. Die Nachfrage nach sicherheitszertifizierten Komponenten und Anlagen mit hohen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit, beispielsweise in Bahnanwendungen und der Energieerzeugung, steigt kontinuierlich.

Durch die Erweiterung des messbaren Spannungsbereichs auf bis zu 690 V Netznennspannung und eine reduzierte Varianz sind die Relais auch für die Überwachung des Betriebs von Generatoren geeignet, beispielsweise in Windenergieanlagen. Die Geräte verfügen über ein neues Gehäuse mit vier Bedientasten, einem mehrfarbigen Display und einer Teach-Funktion, die eine einfache Bedienbarkeit und Parametrierung ohne spezielle Einarbeitung ermöglicht. Zudem können bis zu 20 Prozent Energieeinsparung durch das abschaltbare Display erzielt werden. Mit den SIRIUS 3UG5 Netzüberwachungsrelais setzt Siemens neue Maßstäbe in der Netzüberwachungstechnologie und stellt die Weichen für eine zuverlässige und effiziente Energieversorgung.

SIRIUS 3UG5
Foto: Siemens

Die neuen Netzüberwachungsrelais SIRIUS 3UG5 überwachen alle 3-Phasen-Netze von 200 V bis 690 V Nennspannung.

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