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UEFA EURO 2024 medizintechnisch gut vorbereitet

Seit Anfang 2023 haben die 61 Medizinischen Task Forces (MTF) des Bundes in ganz Deutschland verschiedene Einsatzübungen durchgeführt. Dabei wurden Alarmwege und Verlegungen einstudiert, außerdem gab es Stellproben. Die Einsatzkräfte haben standardisierte Abläufe trainiert, um im Ernstfall sicher, routiniert und schnell reagieren zu können.

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Nahaufnahme vom offiziellen Spielball der UEFA-EURO 2024: Die Fußball-Europameisterschaft 2024 findet vom 14. Juni 2024 bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt
U. J. Alexander - stock.adobe.com

In den vergangenen Monaten wurden die Medizinischen Task Forces (MTF) in allen Bundesländern zu Testalarmen gerufen, um die schnelle Einsatzbereitschaft der sanitätsdienstlichen Rettungskräfte sicherzustellen und die entsprechenden Alarmwege zu trainieren. Insgesamt nahmen fast 17.000 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte an diesen Probealarmen der bundesweit 61 MTF teil, was durchschnittlich 138 Personen pro MTF in Doppelbesetzung entspricht. Die Bereitstellung dieses Einsatzpersonals obliegt den Bundesländern.

Die MTF werden vom Bund mit Fahrzeugen und Material ausgestattet, während die Ausbildung der Einsatzkräfte in seine Verantwortung fällt. Neben den Alarmwegübungen wurden auch Verlege- und Stellproben organisiert. Ein herausragendes Ereignis war Anfang März eine Großübung in Hamburg, die partnerschaftlich vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Freien und Hansestadt Hamburg organisiert wurde.

Diese Übungen waren Teil der BBK-Übungsreihe EUROMED, die vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) im Rahmen der Vorbereitungen zur UEFA EURO 2024 TM gefördert wurde.

Stellproben für mehr Sicherheit bei der Behandlung einer großen Zahl Verletzter

Um bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) effektiv handeln zu können, müssen Rettungskräfte schnell und routiniert arbeiten. Jeder Handgriff muss sitzen, damit die Verletzten die notwendige medizinische Versorgung erhalten. Dafür ist es entscheidend, dass die Abläufe bekannt sind und sich die Einsatzkräfte ganz auf die Behandlung konzentrieren können.

Wie richtet man einen Behandlungsplatz schnell ein? Welche Aufgaben hat jede Einheit der MTF? Wie arbeiten die verschiedenen Kräfte zusammen? Wie werden die Verletzten auf dem Behandlungsplatz verteilt? Um diese Fragen zu beantworten, müssen die Einsatzkräfte regelmäßig trainieren. Genau das haben sie während der EUROMED Übungsreihe getan. Sie haben den Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes geübt sowie die Verteilung der Verletzten innerhalb des Behandlungsplatzes koordiniert.

Eine besondere Herausforderung ist es, wenn Einsatzkräfte aus einem anderen Bundesland zur Unterstützung angefordert werden. Die 138 Einsatzkräfte und 27 Einsatzfahrzeuge einer MTF müssen schnell zum Einsatzort gelangen, der unter Umständen weit entfernt sein kann. Damit es keine Verzögerungen gibt, müssen alle Beteiligten über die Abläufe informiert sein.

Wer muss wann wo sein? Welches Material ist bereits gepackt, was muss noch ergänzt werden? Welches Fahrzeug oder welche Einheit muss als erstes losfahren? Nur wenn diese Fragen geklärt sind, können die Rettungskräfte rechtzeitig dort sein, wo ihre Hilfe gebraucht wird. Deshalb waren auch längere Verlegungsfahrten von über 300 Kilometern Teil der EUROMED Übungsreihe.

Die Medizinische Task Force des Bundes ist eine standardisierte, sanitätsdienstliche, arztbesetzte Taktische Einheit, die im Spannungs- und Verteidigungsfall sowie bei der bundeslandübergreifenden Katastrophenhilfe die medizinische Versorgung von Verletzten sicherstellt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn ist für die Konzeptentwicklung sowie die Bereitstellung der Ausstattung verantwortlich.

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