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ASSA ABLOY: Vernetzte Türen zwischen Zutrittskontrolle und Energieeffizienz

Schlüssel empfangen Berechtigungen per Mobilfunk, Sensoren erkennen die Laufrichtung vor dem Eingang: ASSA ABLOY zeigt auf der BAU 2027, wie Türtechnik vernetzter wird. Zugleich bleiben mechanische Fragen zentral – von leichtgängigen Fluchtverschlüssen bis zur Abdichtung.

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Foto: ©AdobeStock/INSPIRIA.K

Eine Tür soll unbefugten Zutritt verhindern, im Notfall den Fluchtweg freigeben und im Alltag möglichst wenig Bedienkraft erfordern. An Gebäudezugängen kommen Barrierefreiheit und der Schutz vor Wärmeverlusten hinzu. ASSA ABLOY bündelt diese Anforderungen auf der BAU 2027 in München in Halle B1, Stand 131. Das angekündigte Programm reicht von mechanischer und elektronischer Schließtechnik über Flucht- und Rettungswegsicherung, Absenkdichtungen und Fingerschutz bis zu automatischen Eingangssystemen.

Mechanik bleibt die Grundlage

Bei Schlössern und Dichtungen steht das Zusammenspiel von Sicherheit und Bedienbarkeit im Mittelpunkt. Hohe Vorlastkräfte können das Öffnen erschweren. Die weiterentwickelte Kippfallentechnik soll hier nach Herstellerangaben die Betätigung erleichtern. Drei Produktbereiche adressieren unterschiedliche Türsituationen:

  • Solution Locks: Das um Varianten für Rohrrahmentüren ergänzte Sortiment umfasst mechanische und elektromechanische Schlösser sowie passende Panikgegenkästen für zweiflügelige Türanlagen. Die Kippfalle soll auch bei hohen Vorlastkräften leichtgängig bleiben.
  • MEDIATOR: Die neue Generation kombiniert automatische mechanische Verriegelung, elektrische Zutrittsfreigabe und Fluchttürfunktion mit der Kippfallentechnik. Ein neuer Türöffner lässt sich sowohl mit Einsteckschlössern als auch mit Mehrfachverriegelungen verbinden.
  • Planet: Die neue Dichtung SD schließt die obere Schiebetürfuge gegen Schall und Zugluft, die Absenkdichtung SN den Bodenspalt. Zusammen sollen sie die Schalldämmung bei geringen Bedienkräften verbessern. Ein neues Adapter-Set für die Dr. Hahn Serie 60 AT erweitert zudem die Einsatzmöglichkeiten des Fingerschutzes FSA 8800 [S30].

Mobilfunk verbindet Schlüssel und Gebäudebetrieb

Bei verteilten Standorten stellt sich die Frage, wie Berechtigungen und Türereignisse ohne zusätzliche Wege verwaltet werden können. ASSA ABLOY setzt dafür unter anderem auf direkte Mobilfunkverbindungen und die Verknüpfung von Schlüsselaufbewahrung und elektronischer Zutrittsverwaltung:

  • eCLIQ FLASH: Der elektronische Schlüssel ruft Berechtigungen per Tastendruck über Narrowband Internet of Things (NB-IoT) und Long Term Evolution for Machines (LTE-M) aus dem CLIQ Web Manager ab. Smartphone oder stationäres Aktualisierungsgerät sind dafür laut Hersteller nicht erforderlich. Der Schlüssel kann mit bestehenden eCLIQ-Schlüsselvarianten in einer Anlage kombiniert werden – etwa in Industrie, Energieversorgung und technischen Infrastrukturen.
  • GfS Türwächter Go: Der für das Internet der Dinge (IoT) ausgelegte Türwächter übermittelt Ereignisse an Flucht- und Rettungswegtüren über das Mobilfunknetz. Verantwortliche können diese damit standortunabhängig erfassen und überwachen.
  • TRAKA: Ein angekündigter Schlüsselschrank soll künftig mit eCLIQ erhältlich sein. Er verbindet die gesicherte Aufbewahrung und organisierte Ausgabe physischer Schlüssel mit elektronisch verwalteten Zutrittsrechten.

Eingangssysteme reagieren auf Bewegung

Auch automatische Türen und Türkommunikation werden stärker vernetzt. Dabei verfolgen die angekündigten Systeme unterschiedliche Ziele:

  • SL800 mit Sensor SC80: Die Schiebetür-Plattform erfasst Richtung und Geschwindigkeit von Personen. Sie soll erkennen, ob jemand den Eingang ansteuert oder vorbeigeht. Weniger unnötige Öffnungen sollen Zugluft und Wärmeverluste reduzieren. Zielanwendungen sind Einzelhandel, Kliniken und Bürogebäude. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist die Markteinführung im ersten Halbjahr 2027 vorgesehen.
  • DoorBird: Die auf dem Internetprotokoll (IP) basierenden Video-Türsprechanlagen D31TDV 5G und D31TDH 5G erhalten ihre Internetanbindung über Mobilfunk der fünften Generation (5G), ohne Ethernet-Kabel. Die ebenfalls neue D22x-Serie umfasst mehr als 30 Modelle, darunter Varianten mit zentral und aus der Ferne verwaltbaren digitalen Namensschildern.

Für die Planung zählt damit zunehmend, wie Mechanik, Kommunikation und Betriebsabläufe zusammenwirken. Die jeweilige Lösung muss sowohl zur Türfunktion als auch zur Organisation des Gebäudebetriebs passen.

Die neue Produktgeneration des MEDIATOR-Systems verbindet jetzt alle bekannten Funktionalitäten mit den Vorteilen der neuen Kippfallentechnologie, so dass sich die Türen auch bei höheren Vorlastkräften leichter bedienen lassen.
Foto: ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

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