Home » News » BSI zertifiziert erste Steuerbox für smarte Messsysteme

BSI zertifiziert erste Steuerbox für smarte Messsysteme

Steuerboxen sind wichtige Bausteine der digitalen Energiewende in intelligenten Stromnetzen. Ihr Erfolg hängt stark von guter Zusammenarbeit und Schutz vor Cyberangriffen ab. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat jetzt erstmals eine Steuerbox nach der entsprechenden Technischen Richtlinie (TR) zertifiziert.

1 Min. Lesezeit
mehrere Stromzähler
Foto: ©AdobeStock/Günter Menzl

Bis 2032 sollen alle Haushalte in Deutschland digitale Stromzähler bekommen. Bei einigen Haushalten werden zusätzlich intelligente Messsysteme, sogenannte Smart Meter, installiert. Diese können Messdaten senden und Befehle empfangen. Dazu wird ein Smart-Meter-Gateway (SMGW) eingerichtet, das den Stromverbrauch an den Netzbetreiber übermittelt. Steuerboxen, die an das SMGW angeschlossen sind, helfen den Netzbetreibern, den Stromverbrauch besser zu steuern und Überlastungen im Stromnetz zu vermeiden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat jetzt erstmals eine Steuerbox mit Relaissteuerung zertifiziert. Diese Steuerbox erfüllt die Anforderungen der Technischen Richtlinie BSI-TR-03109-5 und kann sicher mit einem SMGW arbeiten.

Die Swistec GmbH hat mit ihrer Steuerbox „SwiSBox“ nachgewiesen, dass sie die Anforderungen der BSI-TR-03109-5 erfüllt. Zudem plant Swistec, für die SwiSBox-EEBUS, eine Steuerbox mit digitaler Steuerung, auch die IT-Sicherheit zertifizieren zu lassen.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner betont, dass zertifizierte Steuerboxen einen wichtigen Schritt für die Steuerung von Energiewende-Anlagen im Smart Grid darstellen. Sie ermöglichen die sichere Anbindung von Wärmepumpen, Wallboxen und PV-Anlagen.

Das BSI als Cybersicherheitsbehörde des Bundes zertifiziert nicht nur Produktlösungen wie Steuerboxen, sondern unterstützt Hersteller auch mit einer neuen CLS-Testplattform, mit deren Hilfe die Hersteller von CLS-Komponenten die korrekte Implementierung der funktionalen Anforderungen zur BSI-TR-03109-5 bereits während der Entwicklungszeit überprüfen können. Mit der CLS-Testplattform wird zudem erstmalig ein besonders effizientes Verfahren für den Nachweis der Erfüllung der funktionalen Anforderungen im Rahmen der TR-Zertifizierung etabliert.

Zertifikatsübergabe TR-03109-5: v. l. n. r.: Ammou Abdelilah (BSI), Michael Brehm (BSI), Dennis Laupichler (BSI), Sandro Amendola (BSI), Gerd Höpfner (CEO Swistec GmbH) und Hans Hamacher (Entwicklungsleiter Steuerbox Swistec GmbH).
Foto: BSI

Zertifikatsübergabe TR-03109-5: v. l. n. r.: Ammou Abdelilah (BSI), Michael Brehm (BSI), Dennis Laupichler (BSI), Sandro Amendola (BSI), Gerd Höpfner (CEO Swistec GmbH) und Hans Hamacher (Entwicklungsleiter Steuerbox Swistec GmbH).

Weitere Artikel zum Thema:

Keine Angst vor dem Smart Meter

Andere interessante News

Konzept von Datenschutz, DSGVO

BvD-Verbandstage 2026: Datenschutz wird zur Zukunftsfrage

Mit seinen Verbandstagen 2026 versammelt der BvD die Datenschutz-Community in Berlin. Im Fokus stehen nicht nur regulatorische Entwicklungen, sondern auch die wachsende Verzahnung ...

abstrakte Darstellung von Quantum Computing

Weltquantentag 2026: Zwischen Durchbruch und Sicherheitsrisiko

Am 14. April rückt der Weltquantentag erneut eine Technologie ins Rampenlicht, die gleichermaßen fasziniert und beunruhigt. Während Quantencomputer enorme Innovationspotenziale ver...

Wasserstoff Moleküle

Wasserstoff im Meta-Faktencheck:

Wasserstoff gilt als strategischer Baustein der Energiewende. Doch wo liegt sein tatsächlicher Nutzen? Eine umfassende Meta-Analyse des Fraunhofer ISI bringt Ordnung in die Debatte...