Elektronischer Schlüssel holt Zugangsrechte direkt per Mobilfunk
Elektronische Schließsysteme benötigen für neue Berechtigungen meist Smartphone oder stationären Updater. ASSA ABLOY will diese Abhängigkeit mit eCLIQ FLASH beseitigen: Der Schlüssel verbindet sich selbst per NB-IoT oder LTE-M mit der Cloud und lädt neue Zugangsrechte direkt herunter.

Mit eCLIQ FLASH erweitert ASSA ABLOY sein elektronisches Schließsystem um einen Schlüssel mit eigener Mobilfunkverbindung. Administratoren vergeben neue Berechtigungen im browserbasierten CLIQ Web Manager. Der Nutzer ruft sie anschließend per Knopfdruck auf dem Schlüssel ab – ohne Smartphone, App oder Fahrt zu einem stationären Aktualisierungsgerät. Besonders bei räumlich verteilten Anlagen, wechselnden Einsatzorten und externen Dienstleistern kann dies Verwaltungsaufwand und Wege reduzieren.
Zwei Mobilfunkstandards für bessere Erreichbarkeit
Für die Verbindung nutzt FLASH Narrowband Internet of Things (NB-IoT) und Long Term Evolution for Machines (LTE-M). Beide Mobilfunkstandards sind für vernetzte Geräte mit vergleichsweise geringem Energiebedarf konzipiert. NB-IoT soll durch seine Gebäudedurchdringung insbesondere Technikräume oder Kellergeschosse besser erreichen. Als Einsatzfelder nennt ASSA ABLOY unter anderem Industrieareale, Energieversorger und andere verteilte technische Infrastrukturen.
Die Datenübertragung innerhalb des eCLIQ-Systems ist laut Hersteller Ende-zu-Ende mit AES-128 verschlüsselt. Administratoren können Berechtigungen standortunabhängig ändern und relevante Ereignisse über den CLIQ Web Manager nachvollziehen.
Weniger Abhängigkeit vom Smartphone
Bisherige mobile Verfahren setzen häufig ein geeignetes Smartphone, eine App und eine funktionierende Bluetooth-Verbindung voraus. Gerade bei externen Kräften oder Beschäftigten ohne Firmenhandy kann das organisatorisch problematisch sein; zudem können Sicherheitsrichtlinien private Geräte ausschließen. FLASH verlagert die Kommunikation deshalb direkt in den Schlüssel. Damit entfallen zusätzliche Endgeräte sowie Teile des Aufwands für Geräteverwaltung, Einweisung und Fehleranalyse.
Akku für rund einen Monat
Anders als bisherige eCLIQ-Schlüssel besitzt FLASH einen integrierten, über USB-C ladbaren Akku. Eine Ladung soll laut Hersteller für einen Monat bei 800 Schließungen, mehreren hundert Berechtigungsaktualisierungen und zusätzlichen Statusmeldungen ausreichen. Nach einer Entladung um 80 Prozent ist der Akku innerhalb von zwei Stunden wieder vollständig geladen. Das Gehäuse erfüllt zudem die Schutzart IP67 gegen Wasser und Staub.
Fünf Schlüsselvarianten im selben System
Mit FLASH umfasst das eCLIQ-Portfolio nun fünf Varianten: Basic, Professional, Connect mit Bluetooth, den energieautarken SPARK und FLASH mit Mobilfunk. Sämtliche Schlüssel lassen sich mit mehr als 60 eCLIQ-Zylindertypen kombinieren und innerhalb einer Anlage parallel einsetzen. Bestehende Zylinder müssen beim Ergänzen einer weiteren Schlüsselvariante daher nicht ausgetauscht werden.
Parallel erhält SPARK eine zweite Generation. Das Modell erzeugt die benötigte Energie weiterhin selbst und kommt ohne Batterie oder Akku aus. Überarbeitet wurden Design, Kunststoffschieber und nach Herstellerangaben vor allem die Funktionsstabilität. FLASH und der neue SPARK sollen noch 2026 über den Fachhandel verfügbar werden.

Mit FLASH wächst das eCLIQ-Portfolio auf fünf Schlüsselvarianten, die zu allen eCLIQ-Zylindertypen passen und sich innerhalb einer Anlage im Mischbetrieb einsetzen lassen.



