EUDEX vernetzt Europas Verteidigungsindustrie über Grenzen hinweg
Mit zwei internationalen Matchmaking-Formaten will die Euro Defence Expo (EUDEX) europäische Unternehmen gezielt zusammenbringen. Im Fokus stehen Kooperationen mit den Visegrád-Staaten sowie Kontakte zu innovativen niederländischen Anbietern.

Europas Verteidigungsindustrie braucht nicht nur höhere Produktionskapazitäten, sondern belastbare Partnerschaften über Landesgrenzen hinweg. Die Euro Defence Expo (EUDEX) setzt deshalb bei ihrer Veranstaltung im September in Essen gezielt auf Geschäftsanbahnung. Zwei Formate sollen Unternehmen aus verschiedenen europäischen Märkten für Entwicklungs-, Technologie- und Lieferprojekte zusammenbringen.
„Unternehmen suchen heute nicht nur Kunden, sondern auch Entwicklungs-, Technologie- und Lieferpartner“, erklärt EUDEX-Projektleiterin Julia Jacob. Mit den Networking-Angeboten wolle die Messe gezielt Anknüpfungspunkte für europäische Industriepartnerschaften schaffen und zugleich die zivil-militärische Zusammenarbeit stärken.
Geschäftspartner aus den Visegrád-Staaten
Am 23. September 2026 organisiert die Messe Essen gemeinsam mit den Auslandshandelskammern (AHK) aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn das „V4 Business Matchmaking“. Angesprochen sind Unternehmen, die ihre Geschäftsbeziehungen in diese vier Staaten ausbauen wollen.
Im Mittelpunkt stehen vorab vereinbarte Gespräche zwischen Unternehmen. Thematisch reichen sie von industriellen Kooperationen und Dual-Use-Technologien bis zu gemeinsamen Entwicklungs- und Lieferprojekten. Damit richtet sich die Veranstaltung auf Märkte, deren verteidigungsindustrielle Kapazitäten und Investitionen in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen sind.
Niederländische Anbieter präsentieren Innovationen
Einen Tag später folgt mit „Keep in Touch with the Dutch – Defence Innovations from the Netherlands“ ein Schwerpunkt auf den Niederlanden. Am 24. September präsentieren ausgewählte niederländische Start-ups, Scale-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von 13 bis 15 Uhr in Halle 3 ihre Technologien und Kooperationsangebote.
Kurze Pitches sollen internationalen Fachbesuchern einen schnellen Überblick über Produkte und mögliche Partnerschaften geben. Anschließend können Unternehmen ihre Kontakte in moderierten Networking-Runden vertiefen. Organisiert wird das Format gemeinsam mit ZENIT GmbH und NRW.Europa. Niederländische Unternehmen können sich noch bis zum 28. August 2026 um einen Pitch-Platz bewerben.
B2B-Gespräche während der gesamten Messe
Auch außerhalb der beiden Sonderveranstaltungen setzt die EUDEX auf gezielte Geschäftskontakte. Über „EUDEX Match & Meet“ können Teilnehmer während der gesamten Messelaufzeit individuelle Business-to-Business-Termine (B2B) im Voraus vereinbaren.
Das Angebot stößt bereits vor der Messe auf Resonanz: Rund 100 Unternehmensvertreter haben sich nach Angaben des Veranstalters auf der Plattform vernetzt. Damit entwickelt sich Matchmaking zu einem zentralen Baustein der EUDEX – mit dem Ziel, aus Messekontakten konkrete europäische Industriepartnerschaften entstehen zu lassen.

Beim Parlamentarischen Abend in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin brachte die EUDEX 120 hochrangige Vertreter aus Politik, Diplomatie, Militär, Verwaltung und Industrie zusammen, um zentrale Fragen der europäischen Sicherheitsarchitektur zu diskutieren.



