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Sicherheitskameras: Effektiver Schutz an Bahnhöfen: Kameras an Bahnhöfen verdreifachen Aufklärungsrate von Straftaten

Die Deutsche Bahn und das Bundesinnenministerium haben die Sicherheit an Bahnhöfen weiter ausgebaut: Bis Ende 2024 wurden 11.000 Kameras an 750 Bahnhöfen installiert – doppelt so viele wie 2012. Damit sind nun alle großen Bahnhöfe in Deutschland mit moderner Videotechnik ausgestattet.

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Überwachungskamera mit Blick auf einen belebten städtischen Bahnsteig
Foto: ©AdobeStock/gankevstock

Die Deutsche Bahn und das Bundesministerium des Innern und für Heimat haben den Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen erfolgreich abgeschlossen. Mit 11.000 Kameras an rund 750 Bahnhöfen verfügt Deutschland nun über die umfangreichste Sicherheitsüberwachung an Bahnstationen. Das Projekt, das seit 2020 umgesetzt wird, zielt darauf ab, Reisende besser zu schützen und Straftaten schneller aufzuklären.

Der Bund hat dafür rund 180 Millionen Euro bereitgestellt, während die Deutsche Bahn jährlich über 200 Millionen Euro in Sicherheitsmaßnahmen investiert. Besonders die Bundespolizei profitiert von der modernen Videotechnik: Die Zahl der aufgeklärten Straftaten konnte seit Projektbeginn verdreifacht werden.

Moderne Kameras verbessern die Sicherheitslage deutlich

Bis 2019 klärte die Bundespolizei mithilfe von Videotechnik etwa 3.500 Straftaten pro Jahr auf. Heute liegt die Zahl bei über 8.000 Fällen jährlich – und sie soll weiter steigen. Multisensor-Kameras in Full-HD liefern Bilder aus tausenden Blickwinkeln, die den Sicherheitsbehörden eine detaillierte Überwachung der Bahnhöfe ermöglichen.

Berthold Huber, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, betont: „Bahnhöfe müssen sichere Orte sein. 11.000 Kameras verbessern das Sicherheitsgefühl der Reisenden und helfen effektiv bei der Kriminalitätsbekämpfung.“

Die Kameras erfassen fast alle Bereiche der Bahnhöfe, ohne dabei die Privatsphäre der Reisenden zu verletzen. Der Zugriff auf die Videodaten ist streng geregelt und steht ausschließlich der Bundespolizei zur Verfügung.

Bundesinnenministerin Faeser: Mehr Sicherheit durch Technik

Bundesinnenministerin Nancy Faeser lobt die Wirkung der Maßnahmen: „Heute klärt die Bundespolizei dreimal mehr Straftaten auf als 2019. Damit erhöhen wir den Schutz der Reisenden und der kritischen Infrastruktur Bahn.“ Die moderne Videoüberwachung sei ein zentraler Baustein, um Bahnhöfe sicherer zu machen und Straftäter schneller zu identifizieren.

Die Kameras können nicht nur Straftaten aufzeichnen, sondern auch in Echtzeit Hinweise auf verdächtiges Verhalten geben. In Kombination mit der persönlichen Präsenz von Sicherheitskräften entsteht ein umfassendes Schutzkonzept, das Reisende und Besucher gleichermaßen schützt.

Forschungsprojekt „Sicherheitsbahnhof“ als nächste Stufe

Neben der Videoüberwachung testen die Deutsche Bahn und die Bundespolizei im Forschungsprojekt „Sicherheitsbahnhof“ neue Technologien und Sicherheitskonzepte. Dabei geht es unter anderem um intelligente Kameras, die ungewöhnliche Aktivitäten automatisch erkennen, sowie um den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Analyse von Videomaterial. Das Ziel: Gefahren frühzeitig erkennen und Sicherheitskräfte gezielt einsetzen.

Der Schutz der Bahnhöfe bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil der kritischen Infrastruktur. Rund 20 Millionen Reisende und Besucher frequentieren täglich die 5.700 Bahnhöfe in Deutschland – die moderne Sicherheitsarchitektur trägt dazu bei, dass sie sich dort sicher fühlen.

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