Hohe Löschkraft auf Rädern:: Mobile Löschanlagen im Euro-Palettenformat
Mit neuen Rollcontainer-Löschanlagen will Minimax Mobile Services den Brandschutz in Industrie und Handwerk vereinfachen. Die vormals nur als Sonderanfertigungen erhältlichen Systeme gibt es nun als Serienmodell – mit bis zu 250 Kilogramm Löschpulver oder 120 Kilogramm Kohlendioxid. Das soll den Zugang zu professionellem Brandschutz erleichtern.

In Produktions- und Lagerbereichen können Brände schnell hohe Sachschäden verursachen. Um in solchen Situationen rasch reagieren zu können, setzen viele Betriebe auf mobile Löschtechnik. Minimax Mobile Services hat sein Angebot in diesem Bereich jetzt erweitert und bietet Rollcontainer-Löschanlagen als serienreife Standardmodelle an.
Die Geräte sind in zwei Varianten erhältlich: Eine Version arbeitet mit 250 Kilogramm Pulver der Brandklassen A, B und C beziehungsweise B und C oder D, die andere mit 120 Kilogramm Kohlendioxid für Einsätze in sensiblen oder elektrischen Umgebungen. Laut Hersteller basieren die Systeme auf bestehenden Sonderlösungen, die nun in ein vereinheitlichtes Produktkonzept überführt wurden.
Damit reagiert Minimax auf die Nachfrage vieler Unternehmen, die bisher individuelle Anlagen beauftragen mussten. Das Ziel: geringere Planungszeiten und eine einfachere Integration in bestehende Brandschutzkonzepte.
Flexibel dank Euro-Palettenmaß
Ein zentrales Merkmal des neuen Modells ist das Format: Mit einem Grundmaß von 1200 Millimetern mal 800 Millimetern entspricht der Rollcontainer dem Standard einer Euro-Palette. Dadurch lässt er sich einfacher transportieren, beispielsweise auf Fahrzeugen mit Ladebordwand oder in Abrollbehältern. Staplertaschen ermöglichen die Verladung per Gabelstapler.
Die Bedienung ist laut Hersteller einfach gehalten. Die Rollcontainer sind für Temperaturen zwischen minus 20 und plus 60 Grad Celsius ausgelegt und lassen sich per Hand bewegen. Vier lenkbare Rollen mit Feststellern und Trommelbremsen sollen für Stabilität sorgen, eine mechanische Totmannbremse verhindert unbeabsichtigtes Wegrollen.
Neues Modell orientiert sich an Anforderungen einer breiten Nutzergruppe
Nach Angaben von Minimax Mobile Services richtet sich die neue Produktreihe an ein breites Anwenderspektrum – von Werkfeuerwehren über kommunale Einsatzkräfte bis hin zu Industriebetrieben.
Offen bleibt allerdings, inwieweit die Standardisierung die individuelle Anpassung an komplexe Gefahrenlagen ersetzt. In Betrieben mit spezifischen Brandrisiken – etwa in der chemischen Industrie oder in metallverarbeitenden Betrieben – kann eine maßgeschneiderte Lösung weiterhin sinnvoll sein. Holger Messner, Leiter der Business Unit Feuerlöscher bei Minimax Mobile Services, betont, dass Sonderanfertigungen weiterhin Teil des Angebots bleiben. Der Unterschied: Die neue Serie soll den Einstieg in mobile Löschsysteme erleichtern, während spezialisierte Varianten für besondere Einsatzbedingungen verfügbar bleiben.
Mit der Einführung der Serienmodelle reagiert Minimax Mobile Services auf einen klaren Trend im betrieblichen Brandschutz: den Wunsch nach flexiblen, transportablen und gleichzeitig leistungsfähigen Löschsystemen. Ob sich das standardisierte Konzept in der Praxis bewährt, wird davon abhängen, wie gut es sich an unterschiedliche Einsatzumgebungen anpassen lässt.
Für viele Unternehmen dürfte der niedrigere Beschaffungsaufwand ein Argument sein. Kritisch zu beobachten bleibt, ob die vereinheitlichte Bauweise auch unter realen Einsatzbedingungen dieselbe Effizienz erreicht wie bisherige Sonderlösungen – insbesondere dort, wo große Flächen, wechselnde Brandlasten oder empfindliche Anlagen besondere Anforderungen stellen.



