Home » News » Planen statt riskieren: Warum Brandschutz Fachleute braucht

Planen statt riskieren: Warum Brandschutz Fachleute braucht

In Industrie und Gewerbe ist der Brandschutz ein sicherheitsrelevanter Faktor – und weit mehr als eine gesetzliche Pflicht. Wer als Betreiber auf Nummer sicher gehen will, braucht Expertise. Denn mehr als siebzig Prozent aller Industriebauten sind genehmigungspflichtig und benötigen ein belastbares, fachgerecht erstelltes Brandschutzkonzept

·

Philip Meyer

1 Min. Lesezeit
Reihe von Feuerlöschern wird von einer Fachkraft mit Klemmbrett überprüft und dokumentiert
Foto: ©AdobeStock/kunakorn

Brandschutz-Fachplaner begleiten Betriebe in allen Fragen des baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutzes. Sie sorgen dafür, dass sowohl gesetzliche Vorgaben als auch versicherungsrelevante Anforderungen erfüllt werden. In vielen Fällen ist ihre Mitwirkung sogar zwingend vorgeschrieben: Für Gebäude der Klasse fünf sowie für Sonderbauten darf ein Brandschutznachweis nur durch qualifizierte Fachplaner erstellt werden.

Fachliche Begleitung über alle Projektphasen hinweg

Der Aufgabenbereich von Brandschutz-Fachplanern beginnt häufig schon im Bestand. Dort prüfen sie den brandschutztechnischen Zustand von Gebäuden und berücksichtigen dabei auch den sogenannten Bestandsschutz. In der Planungsphase beraten sie Architektinnen und Architekten zu geeigneten Maßnahmen, die sich frühzeitig und wirtschaftlich umsetzen lassen. In der Genehmigungsphase erstellen sie die erforderlichen Nachweise für die Baubehörden. Während der Bauausführung kontrollieren sie schließlich, ob die Maßnahmen fachgerecht umgesetzt werden.

Qualifikation mit TÜV-Zertifikat

Wer die Verantwortung für die Aufstellung von Brandschutznachweisen übernehmen will, kann sich bei der TÜV NORD Akademie zum zertifizierten „Entwurfsverfasser Brandschutz“ qualifizieren. Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte mit bautechnischem Hintergrund, die sich praxisnah spezialisieren möchten.

Im Zentrum steht ein learning-by-doing-Ansatz: Die Teilnehmer entwickeln in Eigenarbeit ein vollständiges Brandschutzkonzept für ein reales Objekt – etwa für das eigene Unternehmen oder ein Projekt der Wahl. Begleitet wird der Lernprozess durch individuelles Feedback erfahrener Trainerinnen und Trainer. So wird das erworbene Wissen nicht nur anwendungsorientiert vertieft, sondern auch dauerhaft gesichert.

Mehr als 70 Prozent aller Industriebauten brauchen Brandschutzkonzepte.

Bauleiter mit Helm und Warnweste prüft auf einer Baustelle vor roten Stahlträgern einen Bauplan
Foto: TÜV NORD Akademie GmbH & Co. KG

Andere interessante News

Datenanalyse. holografisches Konzept

Bundeskabinett bringt Datenanalyse und Netzabgleich voran

Die Bundesregierung will Sicherheitsbehörden technisch aufrüsten: Automatisierte Datenanalyse, biometrischer Internetabgleich und Training polizeilicher Software sollen Terrorismus...

Eine Person demonstriert digitale Sicherheit mit einer Handgeste, indem sie in einem technologieorientierten Umfeld ein Schlosssymbol auf einem Schild zeigt.

DIN SPEC 14027 hebt Corporate Security auf ein neues Niveau

Physische Sicherheit endet nicht am Werkstor. Die Norm DIN SPEC 14027 macht sie zum strategischen Resilienzfaktor: mit klaren Anforderungen, messbaren Schutzstufen und einem stärke...

Cloud Computing und Network Security Konzept

BSI schafft Kriterien für selbstbestimmte Cloud-Nutzung

Deutschland und Europa geraten digital immer stärker unter Druck. Mit den C3A legt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nun Kriterien vor, die Cloud-Souver...