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Sicherheitsmonitor 2026: Einbrüche treffen fast jedes zweite Unternehmen

Das Sicherheitsbedürfnis in Deutschland erreicht einen neuen Höchststand. Der Sicherheitsmonitor 2026 zeigt zugleich eine auffällig hohe Einbruchbelastung bei Unternehmen, wachsende Zweifel am Schutz kritischer Infrastrukturen und eine steigende Bedeutung zertifizierter Sicherheitstechnik.

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Einbrecher klettert über Industriezaun
Foto: ©AdobeStock/Robert Kneschke

78 Prozent der Deutschen haben inzwischen ein starkes Sicherheitsbedürfnis. 2024 waren es 73 Prozent, 2025 bereits 77 Prozent. Das zeigt der Sicherheitsmonitor (SiMon) 2026 des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der VdS Schadenverhütung und der Messe Essen. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 4.000 Privatpersonen und 1.000 Unternehmensvertretern.

Physische Einbrüche bleiben ein erhebliches Risiko

Besonders deutlich fällt die Bilanz bei Unternehmen aus. Die Studie nennt für die vergangenen zwei Jahre:

  • 13 Prozent der Privatpersonen waren mindestens einmal von einem Einbruch betroffen.
  • 45 Prozent der Unternehmen verzeichneten mindestens einen physischen Einbruch – vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
  • 42 Prozent der Unternehmen schätzen die Gefahr eines physischen Einbruchs als hoch ein.

„Bei Unternehmenssicherheit dürfen wir nicht ausschließlich über Cyberrisiken sprechen“, warnt Prof. Dr. Frank Janser vom VDMA. Physische und digitale Risiken müssten gleichermaßen in Sicherheitskonzepte einfließen.

Zertifizierung wird zum Vertrauensfaktor

Bei der Auswahl von Sicherheitstechnik gewinnt nachweisbare Qualität an Gewicht. 38 Prozent der Privatpersonen nennen eine unabhängige Zertifizierung erstmals als wichtigstes Kaufkriterium – noch vor Empfehlungen oder Smart-Home-Funktionen. Bei Unternehmen liegt Zertifizierung mit 29 Prozent ebenfalls an erster Stelle; zusätzlich spielen Datenschutz, Wartung und einfache Integration eine Rolle.

VdS-Geschäftsführer Peter Schramm sieht darin einen klaren Vertrauensfaktor: Geprüfte Qualität mache Leistungsfähigkeit „transparent und vergleichbar“.

Zweifel an der Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur

Deutlich skeptischer fällt das Urteil über kritische Infrastrukturen (KRITIS) aus. 60 Prozent der Privatpersonen bewerten deren Schutz vor Sabotage, Krieg oder großflächigen Ausfällen als eher oder sehr schlecht. Auch rund die Hälfte der Unternehmensvertreter sieht Verbesserungsbedarf. 30 Prozent der Unternehmen erwarten von einem besseren staatlichen Schutz von Energie- und Wasserversorgung, Verkehrswegen oder Kommunikation zugleich mehr Sicherheit für den eigenen Betrieb.

Investitionen in Kameras, Alarmtechnik und Schließsysteme

Die Risikowahrnehmung schlägt sich in konkreten Ausgaben nieder. In den kommenden zwölf Monaten wollen Unternehmen vor allem in Sicherheitskameras (29 Prozent), Einbruchmeldetechnik (16,3 Prozent), Schließsysteme (15,5 Prozent) und Türzusatzsicherungen (15,5 Prozent) investieren.

Auch im öffentlichen Raum prägen sichtbare Maßnahmen das Sicherheitsgefühl: 57 Prozent nennen gute Beleuchtung, 45 Prozent sichtbare Polizeipräsenz, 39 Prozent Videoüberwachung und 38 Prozent Sicherheits- beziehungsweise Ordnungsdienste. Der SiMon zeigt damit, dass technische Maßnahmen allein nicht genügen: Sicherheit wird ebenso durch Gestaltung und personelle Präsenz geprägt.

Prof. Dr. Frank Janser vom VDMA, Peter Schramm vom VdS und Oliver P. Kuhrt von der Messe Essen (v.l.n.r) bei der Vorstellung des Security Monitors 2026 auf der Security-Messe in Essen.
Foto: Messe Essen

Prof. Dr. Frank Janser vom VDMA, Peter Schramm vom VdS und Oliver P. Kuhrt von der Messe Essen (v.l.n.r) bei der Vorstellung des Security Monitors 2026 auf der Security-Messe in Essen.

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