Gezielte Löschung statt Wasserschaden: Sprinkler stoppen Brände früh: Statistik belegt hohe Effizienz
Automatische Löschanlagen greifen schneller ein als oft angenommen – und deutlich präziser. Die aktuelle Statistik für 2025 zeigt: Bereits ein bis zwei Sprinkler genügen meist, um Brände effektiv zu löschen und Schäden erheblich zu begrenzen.

Im Brandfall zählt jede Minute. Die aktuelle Löschanlagenstatistik des bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. zeigt für 2025 erneut die hohe Effizienz automatischer Löschsysteme. In 84 Prozent der gemeldeten Fälle reichten ein oder zwei Sprinkler zur Brandbekämpfung aus, weitere 6 Prozent wurden mit drei bis fünf Sprinklern gelöscht. Die oft verbreitete Annahme, dass Sprinkleranlagen flächendeckend auslösen, wird damit klar widerlegt.
Präzise Technik minimiert Schäden
Entscheidend für den Erfolg ist das selektive Auslösen der Systeme. Im Brandfall öffnen ausschließlich die Sprinkler in unmittelbarer Nähe des Brandherdes. Dadurch bleibt der Wasserverbrauch gering – deutlich niedriger als bei einem klassischen Löschangriff der Feuerwehr. Gleichzeitig zeigt die Statistik: 93 Prozent der Anlagen aktivierten sich automatisch, 78 Prozent davon während der Arbeitszeit. Das unterstreicht die schnelle Reaktionsfähigkeit bei Entstehungsbränden und die hohe Zuverlässigkeit der Technik.
Wachsende Bedeutung im Holzbau
Die Vorteile der Sprinklertechnik gewinnen insbesondere im modernen Holzbau an Bedeutung. In mehrgeschossigen Holzwohngebäuden und Sonderbauten ermöglichen sie, regulatorische Anforderungen zu erfüllen, die durch die Brennbarkeit des Materials entstehen. Ein prominentes Beispiel ist das Holzhybrid-Hochhaus „roots“ in Hamburg, das erst durch eine redundant ausgelegte Sprinkleranlage genehmigt werden konnte. Gleichzeitig eröffnen sich architektonische Spielräume für sichtbare Holzoberflächen im Innenraum.
Industrie bleibt Hochrisikobereich
Die Verteilung der Brandrisiken bleibt weitgehend konstant. Besonders betroffen sind EDV-Anlagen, elektrische Schaltanlagen und Werkzeugmaschinen. Entsprechend konzentrieren sich die Risiken auf die Metallverarbeitung mit 30 Prozent und die Automobilindustrie mit 18 Prozent. Die Wahl der Löschsysteme erfolgt dabei differenziert: Kohlendioxid-Löschanlagen dominieren mit 64 Prozent beim Schutz von Maschinen, Inertgas-Anlagen mit 30 Prozent im Raumschutz. Ergänzend kommen synthetische Löschgase in sensiblen EDV-Umgebungen zum Einsatz.
Langjährige Datengrundlage mit Aussagekraft
Seit 2006 erfasst der bvfa gemeldete Löscherfolge stationärer Löschanlagen (im Vergleich die Statistik 2022). Die Daten basieren auf freiwilligen Meldungen von Betreibern, Errichtern und Herstellern und bilden kein vollständiges Monitoring ab. Dennoch erlaubt die kontinuierliche Datensammlung belastbare Rückschlüsse auf typische Brandrisiken, Einsatzbereiche und die Wirksamkeit moderner Löschtechnik.

Die hohe Selektivität von Sprinkleranlagen belegt ihre hohe Effizienz bei Entstehungsbränden und minimiert Brand- und Löschwasserschäden.



