Sekunden entscheiden: Hightech rettet Babys: Wie Wärmebildtechnik die Geburtshilfe verändert
Sekunden entscheiden über Leben und Tod: In einem bahnbrechenden Forschungsprojekt nutzt die Universität Stavanger in Norwegen Wärmebildtechnik und Künstliche Intelligenz, um die Reanimationszeit von Neugeborenen präzise zu dokumentieren – datenschutzkonform und berührungslos. Technologiepartner ist der deutsche Hersteller MOBOTIX.

Rund zehn Prozent der Neugeborenen in Norwegen benötigen unmittelbar nach der Geburt medizinische Unterstützung. Besonders gravierend ist der Fall einer Geburtsasphyxie – einem akuten Sauerstoffmangel –, der weltweit zu etwa einer Million Todesfällen pro Jahr führt. Ziel des Projekts NewbornTime ist es, diese Zahl drastisch zu senken. Im Mittelpunkt steht dabei eine Innovation: Wärmebildkameras, die sekundengenau dokumentieren, wann die Geburt stattfindet und welche Reanimationsmaßnahmen eingeleitet werden.
Die Thermalkameras von MOBOTIX werden diskret über dem Geburtsbett installiert. Sie erfassen Temperaturveränderungen, aus denen sich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz digitale Zeitachsen generieren lassen – etwa wann das Kind zur Welt kam, wann eine Maskenbeatmung erfolgte und wie lange sie dauerte. Dieses exakte Zeitmanagement soll medizinisches Personal bei kritischen Entscheidungen unterstützen und langfristig neue Standards in der Versorgung etablieren.
Datenschutzkonform und kliniktauglich
Für den Einsatz in der Geburtsmedizin war Datenschutz oberste Priorität. Die dezentralen Kamerasysteme von MOBOTIX speichern Bilddaten lokal – ohne Cloud-Anbindung – und liefern keine identifizierenden visuellen Informationen. Dadurch bleibt die Privatsphäre der Eltern und Kinder vollständig gewahrt. Gleichzeitig erfüllt die Lösung hohe Anforderungen an Ausfallsicherheit und Integrationsfähigkeit.
James Nathan Miller von Bravida, dem Integrationspartner im Stavanger Hospital, betont: „Gerade im hochsensiblen Bereich der Geburtsmedizin war es entscheidend, ein System zu finden, das sowohl technisch als auch ethisch überzeugt.“
Das Krankenhaus konnte dabei auf bestehende Erfahrungen mit MOBOTIX-Lösungen zurückgreifen, etwa im Bereich Brandschutz und Kliniküberwachung. Für das neue Projekt wurde die Technik entsprechend angepasst und präzise auf die Bedürfnisse des Kreißsaals abgestimmt.
Forschung mit globalem Anspruch
Die Bedeutung des Projekts reicht weit über Norwegen hinaus. Erste Forschungsergebnisse wurden bereits in der Fachzeitschrift BMC Digital Health publiziert und könnten künftig neue Leitlinien in der Neonatologie mitgestalten. Das Konzept lässt sich auch auf andere Kliniken und Länder übertragen – insbesondere in Regionen mit hoher Säuglingssterblichkeit oder begrenztem medizinischem Personal.
Dr. Christian Cabirol, Chief Technology Officer bei MOBOTIX, erklärt: „Unsere Thermallösungen liefern nicht nur exakte Infrarotbilder, sondern auch präzise Daten für die medizinische Forschung – datenschutzkonform, zuverlässig und einfach in der Installation.“
Technologie für den Schutz des Lebens
Das Projekt NewbornTime ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie moderne Bildverarbeitung und Künstliche Intelligenz über ihren klassischen Einsatzbereich hinaus wirken – und Leben retten können. Was in Industrie oder Infrastruktur bereits etabliert ist, eröffnet in der Medizin ganz neue Perspektiven: kontaktlose, präzise und ethisch verantwortbare Unterstützung für das medizinische Personal in Ausnahmesituationen.
MOBOTIX unterstreicht damit seinen Anspruch, auch im Gesundheitswesen Maßstäbe zu setzen – mit High-End-Technologie, die nicht nur schützt, sondern aktiv zur Verbesserung der Versorgung beiträgt. In einer Welt, in der Sekunden zählen, liefert Wärmebildtechnik eine neue Dimension der Fürsorge.

MOBOTIX Wärmebildkameras dokumentieren sekundengenau, wann die Geburt stattfindet und welche Reanimationsmaßnahmen eingeleitet werden.



