BHE-Fachkongress: 260 Teilnehmer diskutieren Video- und Zutrittssicherheit
Beim ausgebuchten Branchentreffen Ende April 2026 standen KI-gestützte Videoanwendungen, der Cyber Resilience Act und neue Normen im Fokus. Die nächste Auflage gibt es erst 2028.

Der Bundesverband Sicherheitstechnik (BHE) hat seinen Fachkongress „Videosicherheit/Zutrittssteuerung“ am 21. und 22. April 2026 mit rund 260 Teilnehmern abgehalten. Sowohl die Plätze im Vortragsprogramm als auch die Stände der begleitenden Fachausstellung mit 22 Anbietern waren laut Verband komplett vergeben.
KI, Cyber Resilience Act und neue IEC-Norm
Das Vortragsprogramm lief in zwei parallelen Tracks: einer zu „Videosicherheit inklusive Perimeterschutz“, der andere zu „Zutrittssteuerung“. Thematisch reichte die Bandbreite von vernetzten Perimeter- und Videosicherheitslösungen über Zutritts- und Besuchermanagement in KRITIS-Unternehmen bis zu Berichten aus konkreten Praxisprojekten.
Einen Schwerpunkt bildeten regulatorische und normative Fragen. Behandelt wurden die rechtlichen Herausforderungen beim Einsatz KI-gestützter Videoanwendungen, der praktische Umgang mit dem Cyber Resilience Act sowie die Anwendungsregeln gemäß der 2025 veröffentlichten Norm IEC 62676-4. Letztere definiert Anwendungsleitlinien für Videoüberwachungsanlagen in Sicherheitsanwendungen.
Podiumsdiskussion zu Einbruchskriminalität
Zum Abschluss diskutierten die Referenten gemeinsam mit dem Publikum über die „Verhinderung von Einbruchskriminalität in Industrie/Handel/KRITIS“. Dabei ging es um Potenziale, aber auch um die Grenzen moderner Sicherheitstechnik. Die begleitende Ausstellung bot Gelegenheit, sich bei den 22 vertretenen Anbietern über aktuelle Video-, Perimeter- und Zutrittslösungen zu informieren. Den ersten Kongresstag rundete ein abendlicher Branchentreff zum Netzwerken ab.
Der nächste BHE-Fachkongress „Videosicherheit/Zutrittssteuerung“ findet erst 2028 statt – der Verband hält damit seinen zweijährigen Turnus für diese Veranstaltungsreihe bei.



