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Forschungsprojekt: Wie große Sprachmodelle Patienten schneller priorisieren

Das Projekt ILLUMINATION erforscht den datenschutzfreundlichen Einsatz großer Sprachmodelle im Gesundheitswesen, um medizinisches Personal in Notaufnahmen bei der Patientenpriorisierung zu unterstützen. Das dreijährige Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert. Unter Leitung des CISPA Helmholtz-Zentrums startet das Projekt jetzt an der Charité in Berlin.

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Notaufnahme Schild
Foto: ©AdobeStock/filmbildfabrik

In der medizinischen Versorgung müssen viele sprachliche und textbasierte Aufgaben erledigt werden: Patientendaten erfassen, Symptome dokumentieren, Krankheitsverläufe abfragen. Diese Prozesse sind oft zeitintensiv und stehen unter Zeitdruck. Große Sprachmodelle (LLMs) könnten diese Aufgaben theoretisch effizienter erledigen als Menschen, doch der Einsatz birgt Datenschutzrisiken. Um die Vorteile von LLMs sicher zu nutzen, entwickelt das Projekt ILLUMINATION neue Methoden, die den Schutz sensibler Patientendaten gewährleisten.

Große Sprachmodelle in der Notaufnahme: Unterstützung bei der Vortriage

Das Ziel des Projekts ist eine LLM-basierte Anwendung, die das medizinische Personal in der Notaufnahme bei der Vortriage unterstützt. Patienten teilen ihre Beschwerden über interaktive Chats mit dem LLM, das die Symptome bewertet und eine Priorisierung vorschlägt. Die endgültige Entscheidung trifft dann das medizinische Personal, das weitere Vitalwerte ermittelt.

LLMs liefern nur dann zuverlässige Ergebnisse, wenn sie mit realen Daten trainiert werden. Um Patientendaten zu schützen, setzt das Projekt auf Differential Privacy. Dadurch lernt das Modell aus der Gesamtheit der Daten, ohne die Privatsphäre einzelner Patienten zu verletzen.

ILLUMINATION wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,7 Millionen Euro gefördert. Das Projektteam umfasst Expertinnen und Experten aus Medizin, Recht und maschinellem Lernen von der Charité, der Universität Heidelberg, der Freien Universität Berlin, dem Startup algonaut und dem CISPA Helmholtz-Zentrum.

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