Gefragter denn je: IT-Security-Profis schützen Deutschlands digitale Zukunft
Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen nehmen rasant zu – und mit ihnen die Nachfrage nach IT-Sicherheitsexpertinnen und -experten. Wer über Fachwissen, Soft Skills und Weiterbildungen verfügt, dem winken attraktive Jobs. Der DEKRA Arbeitsmarktreport 2025 zeigt: Sicherheit wird zum Schlüsselberuf der digitalen Welt.
Längst beschränken sich Cyberangriffe nicht mehr auf vereinzelte Unternehmen – ganze Energieversorger, Verkehrssysteme oder Produktionsbetriebe sind ins Visier geraten. Die digitale Infrastruktur ist verletzlicher denn je, die Gefahrenlage dynamischer. In dieser Realität sind IT-Security-Fachkräfte unverzichtbar geworden: Sie sollen Angriffe abwehren, Schwachstellen schließen und strategische Sicherheitskonzepte entwickeln.
Der DEKRA Arbeitsmarktreport 2025 analysierte 250 aktuelle Stellenangebote für Fachkräfte im Bereich IT-Sicherheit. Die Erkenntnis: Der Markt ist anspruchsvoll, aber voller Chancen – vor allem für qualifizierte, anpassungsfähige und gut vernetzte Bewerberinnen und Bewerber.
Aufgaben mit Verantwortung
In acht von zehn Stellenangeboten werden IT-Security-Profis gesucht, die Sicherheitsstrategien entwickeln, Datenschutzkonzepte umsetzen und Angriffe proaktiv abwehren können. Ihr Alltag ist geprägt von komplexer Analyse, präziser Dokumentation und technischem Feingefühl. Neben technischem Fachwissen sind zunehmend auch Programmierkenntnisse gefragt – insbesondere zur Implementierung und Anpassung von Sicherheitslösungen.
Fachwissen gefragt – aber nicht jeder Abschluss zählt
Interessant: Bei den formalen Qualifikationen zeigen sich viele Arbeitgeber flexibel. Zwar führen ein Informatikstudium oder eine IT-Berufsausbildung nach wie vor die Liste an, doch immer mehr Unternehmen akzeptieren alternative Bildungswege. Besonders wichtig ist praktische Erfahrung – nicht der Titel auf dem Papier. Im Vergleich zu 2018 hat sich der Zugang zum Beruf deutlich geöffnet.
Weiterbildungen und Zertifikate wie CISSP oder CISM gelten dabei als Türöffner: Sie dokumentieren, dass Fachkräfte nicht nur über technisches Wissen verfügen, sondern auch über strategische Sicherheitskompetenz.
Soft Skills bleiben unverzichtbar
In kaum einem technischen Berufsfeld ist die Kombination aus Fachkompetenz und Persönlichkeit so entscheidend wie in der IT-Sicherheit. Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit, strukturiertes Arbeiten und analytisches Denken gehören laut DEKRA zu den wichtigsten Soft Skills. Auffällig ist der rückläufige Fokus auf Durchsetzungsfähigkeit – ein Hinweis darauf, dass IT-Sicherheit heute stärker im Team und im Dialog mit Kunden stattfindet.
Zudem hat sich die Arbeitsrealität gewandelt: Weniger Dienstreisen, mehr Remote-Arbeit, höheres Verantwortungsbewusstsein. IT-Security ist längst kein Nischenthema mehr – es ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Künstliche Intelligenz? Noch kein Thema im Alltag
Obwohl künstliche Intelligenz in den Schlagzeilen allgegenwärtig ist, spielt sie in den analysierten Stellenangeboten bislang kaum eine Rolle. Nur in vier von 250 Fällen wurde KI als Anforderung genannt. Möglicherweise sind viele Unternehmen noch nicht so weit – oder wollen keine potenziellen Bewerberinnen und Bewerber abschrecken, die in diesem Bereich noch Nachholbedarf haben.
Arbeitgeber locken mit attraktiven Benefits
Der Fachkräftemangel zwingt Arbeitgeber dazu, sich als attraktive Arbeitgebende zu positionieren. Dabei setzen sie auf Work-Life-Balance, Flexibilität und Weiterbildung. Flexible Arbeitszeiten (62,8 Prozent), Home Office (62,4 Prozent) und Gesundheitsangebote (43,2 Prozent) stehen ganz oben auf der Liste. Noch wichtiger ist vielen Bewerberinnen und Bewerbern die kontinuierliche Weiterbildung – und hier versprechen 58 Prozent der Unternehmen aktive Unterstützung. Das Gehalt wird zwar seltener explizit genannt, dürfte aber in der Regel marktgerecht ausfallen.
Fazit: Zukunftssicher – aber anspruchsvoll
IT-Security-Fachkräfte stehen im Zentrum der digitalen Transformation – und sie sind gefragter denn je. Doch wer in diesem Berufsfeld bestehen will, muss bereit sein, sich ständig weiterzubilden, neue Technologien zu beherrschen und im Team zu arbeiten. Der Arbeitsmarktreport zeigt: Für qualifizierte Talente eröffnen sich exzellente Perspektiven – in nahezu jeder Branche, mit vielfältigen Möglichkeiten und attraktiven Bedingungen. Oder wie es Katrin Haupt, Geschäftsführerin der DEKRA Akademie, formuliert: „IT-Security-Fachkräfte agieren in einem äußerst anspruchsvollen Tätigkeitsfeld. Wer hier sein Handwerk beherrscht, muss sich keine Sorgen um die berufliche Zukunft machen.“

Die geforderten Soft Skills im Bereich der IT-Sicherheit haben sich seit 2018 in vielen Punkten deutlich verändert.
Wer im Bereich IT Security sein Handwerk beherrscht, muss sich keine Sorgen um die berufliche Zukunft machen




