Home » News » Utimaco baut das Warnsystem AT-Alert des Landes Wien

Utimaco baut das Warnsystem AT-Alert des Landes Wien

Die u.warn Lösung von Utimaco wurde am 5. Oktober zum Start der österreichischen Zivilschutzwoche als zentrale Steuerung des Wiener Warnsystems in Betrieb genommen. Sie nutzt unter anderem Cell-Broadcast und Sirenen, um die Bürger bei Naturkatastrophen und Notfällen zu warnen.

2 Min. Lesezeit
Warnsystem
Foto: ©AdobeStock/Adisorn

Utimaco, ein führender Anbieter von IT-Sicherheitslösungen und Bevölkerungswarnsystemen, hat bekannt gegeben, dass Wien das u.warn-Lösungsmodul „Command Post“ als Cell Broadcast Entity (CBE) für das städtische Warnsystem eingeführt hat. Dieses System ermöglicht es den Wiener Behörden, Warnmeldungen bei Notfällen effizient und direkt an die Bevölkerung zu senden, ohne dass die Bürger eine spezielle App installieren oder sich registrieren müssen. Die Einführung dieser Technologie markiert einen wichtigen Fortschritt im Krisenmanagement der Stadt.

Der Bedarf an einer solchen Lösung wurde bei den schweren Überschwemmungen Mitte September deutlich, als weite Teile Österreichs von der Hochwasserlage betroffen waren. Dank der u.warn-Lösung können Bürger in betroffenen Gebieten künftig unmittelbar über Mobilgeräte gewarnt werden. Dabei zeichnet sich das System durch seine Flexibilität und Vielseitigkeit aus: Es integriert verschiedene Übertragungswege, darunter Sirenen, Anzeigetafeln, soziale Medien, Satelliten und Radio. So wird sichergestellt, dass möglichst viele Menschen in einer Notsituation erreicht werden.

Teil der AT-Alert-Initiative für ganz Österreich

Die Lösung ist Teil der AT-Alert-Initiative, die das Ziel verfolgt, in ganz Österreich ein modernes und effektives Frühwarnsystem aufzubauen. AT-Alert funktioniert unabhängig von überlasteten Mobilfunknetzen und bietet vollständige Georedundanz. Es unterstützt alle gängigen Mobilfunkstandards (5G, 4G, 3G, 2G) und benötigt keine mobilen Daten, was es besonders zuverlässig macht. Das Warnsystem gewährleistet auch bei Krisen eine breite Abdeckung und schnelle Informationsverbreitung.

Stimmen zur Einführung und Bedeutung des Systems

Stefan Auerbach, CEO von Utimaco, betonte die Bedeutung des Projekts: „Unser Public Warning System trägt weltweit zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit bei. Wir sind stolz, dass Wien sich für unsere Lösung entschieden hat und wir die Stadt dabei unterstützen können, die Sicherheit ihrer Bürger in Notlagen zu verbessern.“

Josef Kneisl, stellvertretender Gruppenleiter der Magistratsdirektion für Krisenmanagement und Sicherheit in Wien, lobte die Flexibilität des Systems: „Für Wien ist es entscheidend, Warnungen über mehrere Kanäle zu verbreiten. Utimacos Lösung hat sich in unserem Bieterverfahren als effizient und anpassungsfähig erwiesen. Es bietet uns die Sicherheit, dass wir auf kommende Herausforderungen vorbereitet sind.“

Mit der Einführung des u.warn-Systems steht der Stadt Wien ein leistungsfähiges Warnsystem zur Verfügung, das durch die nahtlose Integration verschiedener Warnkanäle die Bevölkerung bei Katastrophen und Notfällen zuverlässig und schnell informieren kann. Die Stadt hat damit einen wichtigen Schritt unternommen, um die öffentliche Sicherheit weiter zu erhöhen und auf zukünftige Krisen bestmöglich vorbereitet zu sein.

Andere interessante News

rotes Warndreieck über Smartphone

Berlin-Hack legt Sicherheitslücke im föderalen Staat offen

Der Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung trifft nicht nur personenbezogene Daten: Offenbar gelangten auch Unterlagen zu Wasserversorgung und Bundeskanzleramt ins Netz. eco ford...

Frostbedeckte Messing-Schnellkupplungen an Flüssigkeitskühlleitungen im Serverschrank

Rechenzentrum FRA7: Kühlung fast ohne Wasserverbrauch

Mehr Rechenleistung bedeutet mehr Abwärme – und damit höhere Anforderungen an die Kühlung. firstcolo setzt beim neuen Rechenzentrum FRA7 in Rosbach auf einen geschlossenen Kaltwass...

OT-Security

xOT: Warum klassische OT-Grenzen für Cybersicherheit nicht mehr reichen

Gebäudeautomation, Kühlung oder Windows-basierte Bedienrechner können für physische Prozesse ebenso kritisch sein wie klassische Steuerungen. Extended Operational Technology (xOT) ...