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Bitkom: KI soll Katastrophenschutz effizienter machen

In Zeiten des technologischen Fortschritts liegen große Hoffnungen auf Künstlicher Intelligenz, um Extremwetter besser vorherzusagen und Leben zu retten. Doch überraschend bleibt: In Krisen informieren die Bevölkerung nicht zuerst Smartphones oder das Internet, sondern Radio und Fernsehen.

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Hurricane from space.Elements of this image were furnished by NASA.
Foto: ©AdobeStock/Artsiom P

Die Unwetterwarnung wird immer drängender: Wann prasselt der Regen so heftig, dass Keller volllaufen? Drohen Waldbrände durch wochenlange Trockenheit? Oder führt ein schwerer Gewittersturm zu Hochwasser? Mit fortschreitendem Klimawandel werden Extremwetterereignisse häufiger. Viele Menschen sehen Künstliche Intelligenz (KI) als Schlüsseltechnologie im Katastrophenschutz. 71 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten den Einsatz von KI, um Wetterextreme besser vorherzusagen. Noch bemerkenswerter: 64 Prozent sind überzeugt, dass KI Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse zuverlässiger vorhersagen kann als ein Mensch. Diese Zahlen stammen aus einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Personen ab 16 Jahren, die der Digitalverband Bitkom veröffentlicht hat.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass die Sorge vor künftigen Naturkatastrophen in Deutschland groß ist: 81 Prozent der Befragten befürchten, dass solche Ereignisse in Zukunft häufiger auftreten werden. Zudem halten 59 Prozent das Land für schlecht auf solche Extremwetterereignisse vorbereitet. KI bietet hier einen wichtigen Lösungsansatz, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „KI kann riesige Mengen an historischen und aktuellen Wetter- und Umweltdaten analysieren, Muster erkennen und in Echtzeit auswerten. So lassen sich drohende Naturkatastrophen mit hoher Zuverlässigkeit vorhersagen.“ Darüber hinaus könnten KI-gestützte Warnsysteme automatisch Alarme auslösen, was wertvolle Zeit für Schutzmaßnahmen und Evakuierungen verschafft.

Trotz der Fortschritte im Bereich der digitalen Kommunikation zeigt die Umfrage, dass die meisten Menschen in Deutschland weiterhin auf traditionelle Warnmedien setzen: 95 Prozent bevorzugen Radio, und 82 Prozent wollen im Ernstfall durch das Fernsehen informiert werden. Auch akustische Warnungen im öffentlichen Raum, wie Sirenen (75 Prozent) oder Lautsprecherwagen (60 Prozent), sind sehr gefragt, ebenso wie digitale Displays, die beispielsweise auf Autobahnen für Verkehrshinweise genutzt werden (57 Prozent). Doch auch moderne digitale Warnwege finden Zuspruch: 64 Prozent der Befragten möchten über Cell Broadcast gewarnt werden. Diese Technologie, die erstmals im Februar 2023 zum Einsatz kam, sendet im Katastrophenfall automatisierte Warnungen an die meisten Mobiltelefone. Weitere 51 Prozent wünschen sich Benachrichtigungen per Messenger, und 48 Prozent bevorzugen Notfall- oder Warnapps wie NINA oder KATWARN.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass eine Kombination aus KI-gestützten Prognosen und bewährten sowie neuen Kommunikationswegen notwendig ist, um die Bevölkerung effektiv vor Naturkatastrophen zu schützen. Es bleibt eine Herausforderung, die Menschen in kritischen Momenten rechtzeitig zu erreichen und ihnen die nötigen Informationen zur Hand zu geben, um sich und andere zu schützen.

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