Home » News » BSI & BW starten Offensive für Cybersicherheit

Cyberabwehr auf neuem Level: BSI & BW starten Offensive für Cybersicherheit

Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen, Kommunen und Mittelstand nehmen rasant zu – nun ziehen Bund und Länder die Sicherheitszügel enger. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Baden-Württemberg haben eine umfassende Kooperation vereinbart, um gemeinsam entschlossener gegen digitale Bedrohungen vorzugehen.

1 Min. Lesezeit
A virtual network of connected servers and cloud systems, flowing data and glowing digital nodes, representing advanced storage and cloud services
Foto: ©AdobeStock/Itsaree

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung am 10. Juli in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin von BSI-Präsidentin Claudia Plattner, Innenminister Thomas Strobl und Nicole Matthöfer, Präsidentin der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg. Die Kooperation umfasst acht Themenfelder – vom Wissenstransfer über Schulungsmaßnahmen bis zur gemeinsamen Bearbeitung von IT-Sicherheitsvorfällen. Auch technologische Schlüsselthemen wie Cloud Computing und Künstliche Intelligenz stehen im Fokus.

Dabei soll nicht nur der Austausch zwischen Experten verbessert, sondern auch die Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe systematisch gestärkt werden. „Insbesondere kritische Infrastrukturen und kommunale Einrichtungen geraten immer stärker ins Visier“, warnt Claudia Plattner. Nur durch koordiniertes Handeln ließe sich ein robuster Schutz im digitalen Raum erreichen.

Cyberbedrohung kennt keine Landesgrenzen

Innenminister Thomas Strobl unterstreicht: „Kein Land kann Cybersicherheit alleine schultern. Kriminalität macht vor Grenzen keinen Halt – Cyberangriffe schon gar nicht.“ Die Zusammenarbeit mit dem BSI, die in Baden-Württemberg bereits vertrauensvoll gelebt werde, solle nun weiter vertieft werden. Dies diene nicht nur der Gefahrenabwehr, sondern auch dem Vertrauen der Bevölkerung in eine sichere Digitalisierung.

Cyber-Schutz mit System – und aus einer Hand

Auch die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg bringt sich mit ihrem etablierten Unterstützungsangebot ein. Präsidentin Matthöfer verweist auf neue Maßnahmen wie den CyberSicherheitsCheck für kleine und mittlere Unternehmen. Das Ziel: Bundeskompetenz und landesspezifische Praxiserfahrung zu bündeln, um Verwaltung, Behörden und Wirtschaft ganzheitlich abzusichern.

Mit Unterstützung des Bundesinnenministeriums sollen praxisnahe Lösungsansätze zügig vorangetrieben werden – etwa durch gemeinsame Notfallübungen, abgestimmte Tools zur Angriffserkennung und ein bundesweites Cyberlagebild. Die Botschaft ist klar: Cybersicherheit wird zur Gemeinschaftsaufgabe – und zur strategischen Priorität.

Nicole Matthöfer, Präsidentin der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (links), Thomas Strobl, Stv. Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg, und Claudia Plattner, BSI-Präsidentin, unterzeichneten am 10. Juli eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem BSI und dem Land Baden-Württemberg zur gemeinsamen Stärkung der Cybersicherheit.
Foto: BSI

Nicole Matthöfer, Präsidentin der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (links), Thomas Strobl, Stv. Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg, und Claudia Plattner, BSI-Präsidentin, unterzeichneten am 10. Juli eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem BSI und dem Land Baden-Württemberg zur gemeinsamen Stärkung der Cybersicherheit.

Andere interessante News

Goldene Vorhängeschlösser sind auf einer dunklen Oberfläche angebracht, auf der ein Binärcode leuchtet.

Physische Sicherheit wird strategischer Treiber

Unternehmen werten physische Sicherheit neu: Sie wird strategisch, vernetzt und datengetrieben. Eine weltweite Umfrage zeigt, wohin sich der Markt 2026 bewegt – im Mittelpunkt steh...

Euro-Flagge und Euro-Scheine

Bezahlen 2035: Vier Zukunftsbilder zeigen, wie Europa morgen zahlt

Wie wird Europa im Jahr 2035 bezahlen – und welche Rolle spielen Banken, künstliche Intelligenz, Tokenisierung und der digitale Euro? Die neue Studie „Bezahlen 2035“ der SRC Securi...

Datenschutzbeauftragter

Warum die Abschaffung des betrieblichen DSB ein Fehler ist

Die geplante Streichung der nationalen Pflicht zur Benennung betrieblicher Datenschutzbeauftragter im nicht öffentlichen Bereich sorgt für erhebliche Kritik. Der Berufsverband der ...