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Illegale Migration geht erneut zurück

Die Bundespolizei hat bis Ende Dezember 2025 mehr als 62.000 unerlaubte Einreisen festgestellt. Zwar liegt der Wert deutlich unter dem Ausnahmejahr 2023 und auch dem Folgejahr 2024, doch die langfristige Entwicklung zeigt: Migration bleibt eine dauerhafte Herausforderung für Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

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Halt Polizei - Verkehrskontrolle
Foto: ©AdobeStock/Rüdiger Kottmann

Die aktuellen Zahlen der Bundespolizei (Stand: 31. Dezember 2025) zu unerlaubten Einreisen an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen zeichnen ein differenziertes Bild. Nach einem historischen Höchststand im Jahr 2023 mit 127.549 Feststellungen ist die Zahl in den Folgejahren deutlich gesunken. Gleichzeitig liegen die Werte weiterhin klar über dem Niveau der Jahre vor 2022.

Unerlaubte Einreisen an allen Land-, Luft- und Seegrenzen

Im Jahr 2025 registrierte die Bundespolizei insgesamt 62.526 unerlaubt eingereiste Personen. Damit wurde der Wert des Vorjahres von 83.572 nochmals spürbar unterschritten. Gegenüber 2021, als 57.637 Feststellungen verzeichnet wurden, bleibt jedoch ein merklicher Anstieg bestehen. Die Zahlen deuten auf eine Phase der Konsolidierung hin, nicht auf eine Rückkehr zur früheren Normalität.

Ein Blick auf die Monatswerte zeigt, dass sich das Jahr 2025 vergleichsweise gleichmäßig entwickelte. Die höchsten Werte wurden im August mit 5.916 Feststellungen erreicht, die niedrigsten im Februar mit 4.669. Extreme Ausschläge wie im Spätsommer und Herbst 2023 blieben aus. Damals waren allein im September 21.375 unerlaubte Einreisen festgestellt worden.

Auffällig ist der langfristige Vergleich der Jahre. Während 2021 noch stark von pandemiebedingten Einschränkungen geprägt war, stiegen die Zahlen ab 2022 deutlich an. Der massive Zuwachs im Jahr 2023 markiert einen Ausnahmezustand, der durch geopolitische Krisen, Fluchtbewegungen und Schleuseraktivitäten begünstigt wurde. Die Rückgänge in den Jahren 2024 und 2025 lassen auf verstärkte Kontrollen, bilaterale Maßnahmen und veränderte Migrationsrouten schließen.

Dennoch bleibt der Handlungsdruck hoch. Die Zahlen zeigen, dass unerlaubte Einreisen kein temporäres Phänomen sind, sondern ein strukturelles Thema. Für die Bundespolizei bedeutet dies dauerhaft hohe Belastungen, für die Politik die Notwendigkeit, zwischen Grenzschutz, humanitären Verpflichtungen und europäischer Zusammenarbeit tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Einordnung und Ausblick

Das Jahr 2025 steht damit für eine Phase der Stabilisierung auf erhöhtem Niveau. Ob sich dieser Trend fortsetzt oder erneut steigende Zahlen drohen, hängt maßgeblich von internationalen Entwicklungen und nationalen Steuerungsmaßnahmen ab. Klar ist bereits jetzt: Die Migrationsfrage wird auch über 2025 hinaus ein zentrales sicherheits- und gesellschaftspolitisches Thema bleiben.

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