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Report:: Physische Sicherheit wird strategischer Treiber

Unternehmen werten physische Sicherheit neu: Sie wird strategisch, vernetzt und datengetrieben. Eine weltweite Umfrage zeigt, wohin sich der Markt 2026 bewegt – im Mittelpunkt stehen Modernisierung, künstliche Intelligenz und Hybrid-Cloud.

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Goldene Vorhängeschlösser sind auf einer dunklen Oberfläche angebracht, auf der ein Binärcode leuchtet.
Foto: ©AdobeStock/Formoney

Genetec hat für seinen neuen Jahresreport mehr als 7.300 Fachleute aus aller Welt befragt – und das Ergebnis zeigt deutlich: Physische Sicherheit befindet sich im Wandel. Sie entwickelt sich vom reinen Schutzinstrument zu einem geschäftsrelevanten Bereich, der Entscheidungsprozesse unterstützt, Risiken transparent macht und strategische Ziele untermauert. Besonders auffällig ist, dass die Sicherheitsabteilung enger mit der Informationstechnologie zusammenrückt. Systeme werden vereinheitlicht, Datenquellen verknüpft und Verantwortlichkeiten erweitert.

Physische Sicherheit entwickelt sich vom Schutz zum Motor für Geschäftsergebnisse

Die Rolle physischer Sicherheit gewinnt in Unternehmen strategische Bedeutung. Sie gilt nicht mehr lediglich als operative Schutzschicht, sondern als Quelle wertvoller Erkenntnisse für den gesamten Geschäftsbetrieb. Sicherheitsdaten werden genutzt, um Abläufe zu optimieren, Risiken zu analysieren und Prozesse strategisch auszurichten. Unternehmen betrachten Sicherheit zunehmend als integralen Bestandteil ihrer Organisationsstruktur – ein Trend, der laut Genetec-Produktverantwortlichem Christian Morin die Reaktionsfähigkeit und Kohärenz ganzer Teams verbessert.

Zunehmende Modernisierung mit steigender Nachfrage nach vereinheitlichten Systemen

Die Modernisierung bestehender Sicherheitsinfrastrukturen ist für viele Unternehmen das wichtigste Vorhaben. Mehr als 70 Prozent setzen bereits auf vereinheitlichte oder integrierte Systeme. 60 Prozent planen den Austausch veralteter Technologien, um ihre Plattformen an neue Lösungen anbinden zu können. 51 Prozent nennen den Zugang zu erweiterten Funktionen als zusätzlichen Treiber. Dahinter steht der Wunsch, Silos aufzubrechen und den Wert vorhandener Investitionen zu steigern. Ein einheitliches Lagebild wird zum Schlüssel für effektive Sicherheitsstrategien.

Die langfristige Solidität des Anbieters ist zentrales Auswahlkriterium

Unternehmen achten stärker denn je darauf, dass Anbieter wirtschaftlich stabil sind und langfristig zuverlässige Technologien liefern. 73 Prozent der Endnutzer sehen die Rentabilität und Beständigkeit des Herstellers als wichtigstes Entscheidungskriterium. Produktleistung und Preis folgen mit 45 beziehungsweise 43 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die steigende Bedeutung nachhaltiger Partnerschaften, die mehrjährige Modernisierungsprogramme und kontinuierliche Weiterentwicklung unterstützen.

Das Interesse an künstlicher Intelligenz steigt, aber Teams wollen praktische Vorteile

Künstliche Intelligenz gehört 2026 zu den wichtigsten Modernisierungsfeldern. Das Interesse der Unternehmen an KI-basierten Sicherheitsanwendungen hat sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Besonders geschätzt werden Funktionen, die Alarme priorisieren, Ermittlungen beschleunigen oder Störgeräusche auswerten. Gleichzeitig bleiben Bedenken bestehen: 70 Prozent der Befragten sorgen sich um Transparenz, Datennutzung und die Nachvollziehbarkeit der Algorithmen. Anbieter stehen somit unter Druck, klare Leitlinien und nachvollziehbare KI-Modelle zu liefern.

Hybrid-Cloud wird bevorzugt und bestimmt die Zukunft der Sicherheitsinfrastruktur

Die Cloud spielt eine wachsende Rolle beim Betrieb und bei der Wartung sicherheitsrelevanter Systeme. Automatische Aktualisierungen, vereinfachte Bereitstellung und geringerer Wartungsaufwand gelten als zentrale Vorteile. Viele Unternehmen wollen künftig je nach Anforderung flexibel entscheiden, welche Workloads lokal betrieben und welche in die Cloud verschoben werden. Der Hybridansatz dominiert damit die strategische Planung für 2026.

Prognose für 2026

Der Report zeigt deutlich, wohin die Reise geht: Modernisierung der Zutrittskontrolle, stärkere Priorisierung der Cybersicherheit und zunehmender Einsatz von Analysen werden die Agenda bestimmen. Ergänzt wird dies durch regionale Detailergebnisse und konkrete Handlungsempfehlungen, die Unternehmen bei der strategischen Ausrichtung unterstützen.

Der vollständige Report steht zum Download bereit und bietet einen umfassenden Blick auf die Entwicklungen der physischen Sicherheit im Jahr 2026.

Der neue Genetec-Report zum Stand der physischen Sicherheit zeigt: Physische Sicherheit spielt in Unternehmen eine immer wichtigere, strategische Rolle.
Quelle: Genetec

Der neue Genetec-Report zum Stand der physischen Sicherheit zeigt: Physische Sicherheit spielt in Unternehmen eine immer wichtigere, strategische Rolle.

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