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Blackout oder Bollwerk?: Protekt 2025: Wie sicher sind Deutschlands Infrastrukturen?

Starkregen, Hackerangriffe, Klinikstillstand: Die protekt 2025 fragt am 25. und 26. November in Leipzig, wie widerstandsfähig Wasser, Energie, Verkehr und medizinische Versorgung im digitalen Zeitalter sind – und welche Rolle künstliche Intelligenz künftig spielen muss.

1 Min. Lesezeit
Nahaufnahme von Netzwerkkabeln, Glasfaserhintergrund, kritische Rechenzentrumsinfrastruktur
Foto: ©AdobeStock/Bijac

IT-Systeme bestimmen den Alltag. Ohne sie wären moderne Warnketten, Logistik oder medizinische Versorgung kaum denkbar – und zugleich wären viele Angriffe erst gar nicht möglich. Die protekt 2025 bringt in Leipzig Betreiber Kritischer Infrastrukturen, Sicherheitsexperten und Forschende zusammen. Ziel ist, Antworten auf eine der zentralen Fragen der Zeit zu finden: Wie schützt Deutschland seine lebenswichtigen Systeme in einer Phase wachsender Vernetzung und zunehmender Bedrohungen?

Besonders deutlich wird die Bedeutung digitaler Technologien im Katastrophenschutz. Wenn Starkregen Städte überflutet, zählt jede Minute. Die Wissenschaftlerin Juliana Koltermann da Silva von der Technischen Universität Dresden zeigt, wie ein KI-gestütztes Warnsystem bis zu 30 Minuten früher vor extremen Regenereignissen warnen kann. Während klassische Modelle bei außergewöhnlichen Wetterlagen an Genauigkeit verlieren, analysiert ihr System sowohl Intensität und Verlauf als auch die voraussichtliche Überflutung einzelner Straßen oder Stadtteile. Damit entsteht ein Instrument, das Krisenstäben einen wertvollen Zeitvorsprung verschafft.

Wenn Warn-Apps versagen und Kliniken stillstehen

Doch dieselben Systeme, die im Ernstfall Leben retten können, sind potenzielle Ziele für hybride Angriffe. Ein manipuliertes Warnsystem kann Panik auslösen, Falschmeldungen verbreiten oder lebenswichtige Informationen blockieren. Genau deshalb diskutiert der Round Table „KI als neue Form der Bedrohung von Kritischen Infrastrukturen – Fluch oder Segen?“ mit Experten aus führenden Forschungsinstitutionen, wie KI abgesichert werden kann, damit sie zu einem vertrauenswürdigen Werkzeug wird.

Noch dramatischer sind die Folgen, wenn die IT-Infrastruktur eines Krankenhauses ausfällt. Beatmungsgeräte, Diagnosesysteme oder digitale Patientendaten sind zentrale Bestandteile der modernen Medizin. Fällt die Technik aus, muss das medizinische Personal sofort ohne digitale Unterstützung handeln können. Aus diesem Grund bleibt menschliche Intelligenz weiterhin unverzichtbar. Lars Forchheim und Doktorin Lena Otto vom Städtischen Klinikum Dresden erläutern, wie sie realitätsnahe Übungen etablieren, um Mitarbeitende auf solche Szenarien vorzubereiten. Sie betonen, dass IT-Sicherheit ähnlich regelmäßig trainiert werden müsse wie ein Feueralarm – nicht als Zusatz, sondern als elementarer Bestandteil klinischer Abläufe.

Was die protekt 2025 deutlich macht

Digitale Sicherheit ist weit mehr als eine technische Disziplin. Sie beginnt beim täglichen Handeln jedes Einzelnen – von der verantwortungsvollen Nutzung von Warn-Apps bis zum routinierten Umgang mit Notfallprotokollen in Kliniken. Die Konferenz zeigt, dass technologische Lösungen nur dann wirksam sind, wenn sie robuste Strukturen, geschulte Menschen und widerstandsfähige Prozesse begleiten.

Hier geht es zum Konferenzprogramm.

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