GET NORD 2026: Smarte Türen, vernetzte Sicherheit: Gebäudetechnik wird digital
Auf der GET NORD 2026 zeigt ASSA ABLOY, wie Fluchttürsteuerung, Schließtechnik und IP-Türkommunikation stärker zusammenwachsen. Im Fokus stehen zentral steuerbare Sicherheitsfunktionen, digitale Zugangslösungen und Systeme, die sich auch für Modernisierungen eignen.

Gebäudesicherheit entwickelt sich zunehmend von einzelnen mechanischen Komponenten zu vernetzten Systemen. Auf der GET NORD vom 19. bis 21. November 2026 in Hamburg zeigt ASSA ABLOY Sicherheitstechnik Lösungen für Fluchttüren, elektronische Schließsysteme und digitale Türkommunikation. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Bedienbarkeit, einfachere Integration und die Verbindung von Einbruchschutz mit sicheren Fluchtwegen.
Fluchttüren zentral steuern
Das ePED Display-Türterminal fasst mehrere Funktionen unmittelbar an der Tür zusammen. Schlüsselschalter, Nottaste, Statusanzeige und Zeitverzögerung sind in ein Touch-Display integriert. Ein LED-Rahmen signalisiert den Türzustand auch aus größerer Entfernung. Die kompakte Bauweise soll zugleich den Installationsaufwand reduzieren.
Für größere Anlagen ist das Bedientableau 925 Touch vorgesehen. Darüber lassen sich bis zu 24 Türen oder Gruppenfunktionen zentral anzeigen und bedienen. Unterschiedliche Ansichtsmodi und eine passwortgeschützte Bedienung sollen Sicherheitsverantwortlichen den Überblick erleichtern. Weil sich das Tableau auch in vorhandene Anlagen integrieren lässt, adressiert es neben Neubauten ausdrücklich Modernisierungsprojekte.
Mechanik soll leichter bedienbar werden
Mit den Solution Locks verbindet ASSA ABLOY mechanische Sicherheit mit einer möglichst leichtgängigen Türbedienung. Kern ist eine Kippfallentechnologie, die auch mehrfach verriegelnde Türen mit geringerem Kraftaufwand bedienbar machen soll. Gleichzeitig sollen Eigenschaften wie Einbruchschutz, Dichtigkeit und Schalldämmung erhalten bleiben.
Einen anderen Schwerpunkt setzt das selbstverriegelnde Fluchttürschloss MEDIATOR. Im Normalbetrieb bleibt die Tür verriegelt; im Notfall ermöglicht die integrierte Panikfunktion die Öffnung des Fluchtwegs gemäß DIN EN 1125. Damit richtet sich die Lösung insbesondere an Mehrparteienhäuser und öffentliche Gebäude, in denen Einbruchschutz und Fluchtwegsicherheit zusammengeführt werden müssen.
Digitale Schließtechnik wird flexibler
Auch die mechatronische CLIQ-Produktfamilie wird weiterentwickelt. Auf der Messe will ASSA ABLOY eine neue Lösung zeigen, die Einsatzmöglichkeiten und Bedienkomfort erweitern soll. Details nennt das Unternehmen vorab noch nicht. Die Ankündigung verdeutlicht jedoch den Trend hin zu digital verwaltbaren Schließsystemen, die sich flexibler an wechselnde Zugangsanforderungen anpassen lassen.
5G bringt Türkommunikation auch ohne Ethernet
Bei der IP-Video-Türkommunikation setzt DoorBird mit der D315G auf integrierte 5G-Mobilfunktechnik. Dadurch kann die Internetanbindung ohne Ethernet-Kabel erfolgen. Das ist vor allem dort interessant, wo eine kabelgebundene Verbindung nur mit hohem baulichem Aufwand realisierbar wäre, und schafft zugleich eine zusätzliche Möglichkeit zur Netzwerkanbindung.
Die neue D22x-Serie löst die D21x-Generation ab und umfasst mehr als 30 Modelle. Varianten mit digitalen Namensschildern lassen sich zentral und aus der Ferne verwalten. Besonders für Hausverwaltungen, Wohnungsunternehmen und Betreiber größerer Immobilien reduziert das den Aufwand bei häufigen Änderungen.
Damit zeichnet sich auf der GET NORD ein klarer Trend ab: Sicherheitstechnik wandert von der einzelnen Tür in zentral verwaltbare, digital vernetzte Gebäudestrukturen.

Die neue D315G IP-Video-Türsprechanlage ist eine Produktneuheit, die dank integrierter 5G-Mobilfunktechnologie erstmals eine zuverlässige Internetanbindung ohne Ethernet-Kabel bietet und damit neue Maßstäbe für Flexibilität und Ausfallsicherheit in der Türkommunikation setzt.



