Ganzheitliche Sicherheit für Rechenzentren auf der Data Centre World
Rechenzentren gehören zu den kritischsten Infrastrukturen der digitalen Wirtschaft. Auf der Data Centre World 2026 zeigt ASSA ABLOY, wie sich physische Sicherheit, Zutrittskontrolle und Umweltüberwachung zu einem integrierten Schutzkonzept für hochverfügbare IT-Umgebungen verbinden lassen.

Am 6. und 7. Mai 2026 trifft sich die internationale Rechenzentrumsbranche in Frankfurt zur Data Centre World. Die ASSA ABLOY Sicherheitstechnik präsentiert dort in Halle 8, Stand H135 ein umfassendes Portfolio an Sicherheitslösungen für Betreiber kritischer IT-Infrastrukturen. Im Mittelpunkt stehen integrierte Konzepte, die mechanische, elektromechanische und digitale Sicherheitsmaßnahmen miteinander verbinden und sämtliche Sicherheitszonen eines Rechenzentrums abdecken. Für den physischen Schutz der Infrastruktur verfolgt ASSA ABLOY einen ganzheitlichen Ansatz, der vom äußeren Perimeter eines Gebäudes bis hin zum einzelnen Serverschrank reicht.
Einbruchschutz für hochsensible Infrastruktur
Die normativen Anforderungen an Rechenzentren verlangen hohe Widerstandsklassen sowie umfassende Überwachungsfunktionen in unterschiedlichen Sicherheitszonen. ASSA ABLOY bietet hierfür Sicherheitsschlösser mit erweiterten Überwachungsoptionen und umfangreichen Zertifizierungen, die über die üblichen Standardanforderungen hinausgehen.
In Kombination mit einbruchhemmenden Türsystemen lassen sich Lösungen bis zur Widerstandsklasse RC4 realisieren. Mehrfachverriegelungen dieser Klasse bieten effektiven Schutz gegen Einbruchsversuche mit leistungsstarken Werkzeugen und erhöhen damit die physische Resilienz sensibler IT-Infrastrukturen deutlich. Gleichzeitig bleiben die Systeme vollständig in übergeordnete Sicherheitsarchitekturen integrierbar.
Fluchtwegtechnik und Steuerungssysteme
Neben dem Schutz der Infrastruktur spielt auch der Personenschutz eine zentrale Rolle. Für Not- und Gefahrenlagen bietet ASSA ABLOY Lösungen zur normkonformen Absicherung von Fluchtwegen. Die Technologie ePED ermöglicht die Steuerung von Fluchttüren gemäß den Anforderungen der elektrischen Verriegelungssysteme für Türen in Rettungswegen sowie der europäischen Norm EN 13637.
In größeren Gebäudekomplexen sorgen zentrale Bedientableaus für zusätzliche Transparenz. Das Bedientableau 925 mit Touch-Display erlaubt die komfortable Anzeige von Türzuständen und die Steuerung von bis zu 24 Fluchttüren oder Türgruppen. Über eine Bus-Schnittstelle lässt sich das System nahtlos in bestehende Rettungswegtechnik integrieren und eignet sich auch zur Modernisierung vorhandener Anlagen.
Flexible Zutrittskontrolle für alle Sicherheitszonen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf skalierbaren Zutrittslösungen. Mit der Technologie Aperio lassen sich unterschiedlichste Zugangspunkte effizient in bestehende Zutrittskontrollsysteme integrieren, etwa in Plattformen wie SCALA net.
Die Kommunikation erfolgt je nach Einsatzszenario entweder online per Funk oder offline über Daten auf einer Zutrittskarte. Das Portfolio umfasst batteriebetriebene Zylinder, Türdrücker, Beschläge und komplette Schlösser. Auf diese Weise lassen sich sämtliche Zugangspunkte kontrollieren – von der Gebäudeaußenhaut über Technikräume bis hin zu einzelnen Serverschränken.
Umweltüberwachung und physische Sicherheit
Erstmals präsentiert sich auf der Messe auch Kentix als Teil der ASSA ABLOY Gruppe. Das Unternehmen ist auf Lösungen zur physischen Sicherheits- und Umweltüberwachung in Rechenzentren spezialisiert.
Die Systeme kombinieren verschiedene Sensorfunktionen zur Überwachung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Brandentwicklung oder unbefugtem Zutritt. Alle Daten werden in der Softwareplattform KentixONE zusammengeführt. Betreiber erhalten dadurch einen zentralen Überblick über sicherheitsrelevante Umgebungsparameter und können Risiken frühzeitig erkennen.
Die Lösungen unterstützen außerdem die Umsetzung regulatorischer Anforderungen, etwa im Rahmen der europäischen NIS2-Richtlinie, die unter anderem Maßnahmen für Risikomanagement, physische Sicherheit und Zutrittskontrolle fordert.
Schlüssel- und Geräteverwaltung für kritische Infrastrukturen
Ein weiterer Bestandteil des Sicherheitsökosystems sind Lösungen von TRAKA zur Verwaltung von Schlüsseln und mobilen Endgeräten. Elektronische Schlüsselschränke und intelligente Ausgabesysteme ermöglichen eine lückenlose Dokumentation von Zugriffen sowie automatisierte Vergabeprozesse.
Mit sogenannten Key-on-Demand-Konzepten lassen sich Berechtigungen flexibel und zeitlich begrenzt vergeben. Betreiber behalten so jederzeit die Kontrolle über mechanische und elektronische Schlüssel sowie sicherheitskritische Geräte. Gerade in dynamischen Betriebsumgebungen kritischer Infrastrukturen ist eine solche Nachverfolgbarkeit ein entscheidender Faktor für Compliance und Sicherheit.
Mit der Kombination aus mechanischem Schutz, digitaler Zutrittskontrolle und intelligenter Umweltüberwachung verfolgt ASSA ABLOY einen integrierten Sicherheitsansatz. Auf der Data Centre World zeigt das Unternehmen, wie sich physische und digitale Schutzmaßnahmen zu einem skalierbaren Sicherheitsökosystem für moderne Rechenzentren verbinden lassen.

Über die Software KentixONE erhalten Betreiber einen umfassenden Überblick über alle sicherheitsrelevanten Umgebungsdaten.



